Donnerstag, 27. November 2014

[Nadja] Delirium - Lauren Oliver [Rezension]



Rezension – Delirium – Lauren Oliver (Delirium 1)





Titel: Delirium
Originaltitel: Delirium
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Format: Hardcover
Seitenzahl: 416 Seiten
Preis: 18,90€
ISBN: 9783551582324







Erster Satz
Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt. 


Klappentext
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.




Meine Meinung
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und zwar aus der Sicht von Lena Holoway. Lena ist ein Charakter, der sich bisher nie wirklich Gedanken um die eigene Zukunft gemacht hat. Wieso auch? Ihr Leben wurde seit Jahren geplant. Nach ihrer Evaluierung wird sie bewertet, ihr wird ein Partner zugewiesen, den sie nach der Highschool oder nach dem College heiraten soll. Das ist davon abhängig, wie gut sie in der Schule war und ob sie studieren darf. Doch in ihr lebt seit Jahren die Angst, so zu werden, wie ihre Mutter. Ihre Mutter konnte nicht von der Krankheit Amor Deliria Nervosa, also der Liebe, geheilt werden. Sie war anders als die anderen Mütter, denn sie hat geliebt, getanzt und ihr Leben genossen, aber gleichzeitig auch dessen schlechte Seiten gefühlt. Lena freut sich daher auf ihren Eingriff, denn sie möchte nicht immun sein und das Leben so wie ihre Mutter fühlen. Sie will Teil der Gesellschaft werden. Doch ihre beste Freundin Hana möchte das Leben noch genießen vor dem Eingriff und langsam begreift Lena, dass es mehr gibt, als sie dachte und der Eingriff vielleicht doch nicht die richtige Lösung ist. Ich mochte ihre Entwicklung während des Buches sehr. Sie wird stärker, mutiger und findet zu sich selbst. Sie entdeckt Geheimnisse in ihrer Vergangenheit auf und stellt irgendwann Fragen, die sie sich vorher nie getraut hat. Ich mochte sie sehr gerne und konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Die Geschichte an sich beginnt anfangs eher ruhig, da man sich an die dystopische Welt erst einmal gewöhnen muss. Liebe ist eine Krankheit. Die Idee fand ich gleichzeitig interessant wie auch nicht nachvollziehbar, denn Gefühle machen uns doch erst zu einem Menschen. Vor jedem Kapitel stehen Auszüge aus verschiedenen Büchern der Gesellschaft, die nach und nach erklären, wieso es dazu gekommen ist, dass man Liebe zu einer Krankheit erklärte. Zwar wurde noch nicht alles geklärt und beantwortet, aber diese kurzen Abschnitte vor jedem Kapitel haben das ganze Buch interessanter und verständlicher gemacht. Das Buch hat auf jeden Fall spannende, dramatische, emotionale und fesselnde Momente. Es gibt einige überraschende Entwicklungen und das Ende war etwas unvorhersehbar, aber ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.




Bewertung
Ein unglaublich tolle Idee dieser dystopischen Welt mit einer tollen Protagonisten und einer interessanten Geschichte. Der einzige Kritikpunkt war für mich, dass mir die anderen, geheilten Charaktere so gefühlslos vorkamen, aber das ist ja leider so nach dem Eingriff gewesen. Daher haben sie in meinen Augen ihre Menschlichkeit eingebüßt, daher kann ich dem Buch leider nur 
 




Habt ihr das Buch auch gelesen? Wie hat es euch gefallen? Wie hat euch meine Rezension gefallen?


Wünsche euch noch einen schönen Tag.
Eure Nadja

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