Montag, 10. November 2014

[Nadja] Winterlied - Katjana May [Rezension]



Rezension – Winterlied – Katjana May




Titel: Winterlied
Originaltitel: Winterlied
Autor: Katjana May
Verlag: bookshouse
Erscheinungsdatum: Juni 2014 (bereits erschienen)
Genre: fantasy, romance, history
Format: epub
Seitenzahl: 158 Seiten
ISBNs: 9789963526246 (.pdf)
9789963526253 (.epub)
9789963526260 (.mobi)





Anmerkung
Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom bookshouse Verlag zur Verfügung gestellt. Alle Rechte liegen bei dem Verlag und der Autorin.


Erste Sätze
Der Wind zerrte an den dicken Planen, fuhr durch die Ritzen und über den Boden. Sturmböen heulten und schüttelten das Wetterzelt.


Klappentext
Sie verdienen sich ihren Unterhalt durch Musik, Spiel und Tanz - Wanderer, heimatlos, misstrauisch beäugt. Der junge Tir ist einer von ihnen. Zum Überwintern in einer Burg gezwungen, trifft er dort auf die blinde Ailys, die streng bewacht gehalten wird. Doch nicht nur ihre eigenen Sippen werden ihnen zum Feind - in den Tiefen der Burg werden Legenden lebendig, und schon bald müssen Ailys und Tir nicht nur um ihre Zuneigung kämpfen, sondern auch gegen Geheimnisse, die mit ihnen allen verwoben sind.


Meine Meinung
Das Buch wird aus der Sicht eines auktorialen Erzählers erzählt. Es wird dabei hauptsächlich auf die Sicht von Tir und Ailys eingegangen und berichtet.
Ailys ist die Tochter von Cyran, den momentanen Herr über der Burg. Sie hat einen Großteil ihres Lebens in Isolation verbracht, auch weil sie mittlerweile blind ist. Bisher hat sie das nicht gestört, doch als die Wanderer an ihre Burg kommen, verändert die Musik und der Tanz etwas in ihr. Sie beginnt zu begreifen, dass es mehr gibt, als nur ihre Isolation und verändert sich. Sie entwickelt sich von einem naiven Kind zu einer kämpfenden, liebevollen, neugierigen jungen Frau und das gefällt mir wirklich gut.
Tir kommt mit den anderen Wanderern an die Burg, um dort zusammen mit ihnen zu überwintern und anschließend weiterzuziehen. Doch er findet am einfachen Leben an der Burg gefallen und hinterfragt die Vergangenheit, die die Wanderer mit der Burg verbinden. Ich mag ihn als Charakter sehr gerne. Er ist bisher von Ort zu Ort gezogen, weil er das Leben nicht anders kannte und die Wanderer seine Familie sind. Doch je mehr er sich mit einer alten Legende auseinandersetzt, desto mehr entwickelt er sich und versucht seinen Platz in der Welt zu finden. Vor allem letzteres gefällt mir sehr gut, denn jeder sucht sich auch heutzutage seinen Platz in der Welt.

Die Geschichte beginnt mittendrin in der Handlung. Es gibt keine richtige Einleitung, sondern man findet sich gleich mitten im Geschehen bei den Wanderern. Einerseits muss man sich erst einmal an die Flut an Namen, die etwas fremdländisch klingen, gewöhnen und ihn jede Person ein Gesicht zuordnen. Das ist mir im Laufe der Geschichte nicht unbedingt gelungen. Die wichtigen Namen waren mir bekannt und ich konnte sie den Charakteren zuordnen und ihre Beziehung auch zu anderen Charakteren, aber manche hatte einfach einen zu kurzen Auftrifft, dass ich mit ihnen nichts anfangen konnte. Das ist ein wenig schade, denn ich hätte auch gerne mehr über die Nebencharaktere erfahren, aber das war wohl in der Kürze der Geschichte nicht möglich.
Andererseits fühlt man sich aber auch nicht gelangweilt, denn es gibt auf jeder Seite neue Dinge zu entdecken über die Welt, die Geschichte und die Charaktere. Der plötzliche Einstieg erspart einen erst einmal langweilige Einführungsseiten in die Welt, sondern man ist mitten in der Handlung drin.
Die Geschichte ist spannend, mystisch und hat mich gefesselt. Auch wenn die Autorin es nicht immer geschafft hat, alle Emotionen der Charaktere herüberzubringen, aber ich fand das nicht schlimm, denn ich konnte immer noch genügend mitfühlen und deren Handlungen und Antriebe nachvollziehen.


Bewertung
Der plötzliche Einstieg in die Geschichte war etwas ungewohnt, aber die Idee hinter der Geschichte hat mir wirklich gefallen, denn sie wirkte durchdacht. Es blieben keine Fragen offen und die Geschichte hat mir Spaß gemacht, daher bekommt sie von mir


 
An dieser Stelle möchte ich den Bookshouse Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares bedanken. Es war ein wundervolles Buch. Habt ihr dieses Buch auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wie hat euch meine Rezension gefallen?
 
Wünsche euch noch einen schönen Tag.
Eure Nadja

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