Sonntag, 28. Dezember 2014

[Nadja] Bartimäus: Das Amulett von Samarkand - Jonathan Stroud [Rezension]



Rezension – Bartimäus: Das Amulett von Samarkand – Jonathan Stroud (Bartimaeus Sequence 1)





Titel: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Originaltitel: The Bartimaeus Trilogy: Vol.I: The Amulet of Samarkand
Autor: Jonathan Stroud
Verlag: cbj
Format: Hardcover
Seitenzahl: 544 Seiten
Preis: 8,95€
ISBN: 978-3442367627








Anmerkung
Da es das Buch nur noch gebraucht als Hardcover gibt, habe ich die ISBN und den Preis von der Taschenbuchausgabe des Blanvalet-Verlages genommen.



Erste Sätze
Die Temperatur im Zimmer sank rasch. Eis bildete sich auf den Vorhängen und überzog die Deckenlampen mit einer dicken Kruste.


Klappentext
Dass Dämonen überaus heimtückische Wesen sind, ist dem Zauberlehrling Nathanael durchaus bewusst, als er den 5000 Jahre alten Dschinn Bartimäus beschwört. Aber Nathanael braucht einen mächtigen Gehilfen an seiner Seite. Denn er verfolgt einen äußerst gefährlichen Plan: Mit Bartimäus Hilfe will er das berühmte Amulett von Samarkand stehlen, das sich im Besitz des berüchtigten Zauberers Simon Lovelace befindet. Dieses Vorhaben bringt die beiden bald in tödliche Gefahr…


Meine Meinung
Das Buch ist aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben. In der Ich-Perspektive berichtet der Dschinn Bartimäus von seinen Erlebnissen und Gedanken, während in der Perspektive eines auktorialen Erzählers sich auf die Sicht von Nathaniel konzentriert wird. Am Anfang waren die verschiedenen Perspektiven etwas verwirrend, aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt. Ebenso ungewohnt waren die Fußnoten, die immer während der Geschichte eingebaut waren. Sie gaben witzige Kommentare oder Gedanken des Dschinns preis oder erklärten ein wenig mehr über dessen Vergangenheit oder die Welt.

Bartimäus ist ein toller Charakter. Er ist zwar humorvoll, eingebildet, sarkastisch, intelligent, lebenshungrig, aber er ist eben ein Dschinn, der in Knechtschaft gezwungen wurde. Er lebt nur um Zauberer zu dienen und will am Leben bleiben. Daher kann ich verstehen, dass er nicht jede Aktion, die Nathaniel im aufträgt gut schätzt. Ich mochte seine humorvolle sarkastische Ader sehr, auch wenn er weiß, wo seine Grenzen liegen. Er ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen und entwickelt sich ein wenig weiter und wird fast liebenswürdig.
Nathaniel ist ein zorniger, rachsüchtiger Junge, der nicht versteht, warum sein Meister seine Fortschritte nicht anerkennt und er nicht mehr machen darf. Er wird unterschätzt und ein bestimmtes Ereignis in seiner Vergangenheit lässt Simon Lovelace nicht aus seinen Gedanken verschwinden. Im Laufe des Buches wird er ein wenig übermütig – vermutlich, weil seine Fähigkeiten in der Vergangenheit eben nicht beachtet wurden, aber er entwickelt sich auch weiter. Er hat einen Moralkodex und ein Ziel auf das er hinarbeitet.

Die Geschichte ist spannend, dramatisch und emotional. Sie ist interessant, denn die Art und Weise, wie Zauberer in diesem Buch zaubern ist etwas beschränkt, aber dennoch sehr spannend und anders als ich es bisher aus Büchern kannte, denn sie sind irgendwo ein wenig abhängig. Leider konnte mich die Geschichte nicht immer fesseln, was eben wahrscheinlich daran lag, dass der Protagonist eben noch Zwölf ist und dementsprechend jung. Manchmal fand ich seine Gedankengänge einfach naiv und nicht nachvollziehbar, aber was wohl auf sein Alter zurückzuführen ist. Die Idee hinter der Geschichte ist definitiv interessant und es gab überraschende Wendungen und Entwicklungen.


Bewertung
Eine wirklich humorvolle, spannende, emotionale Geschichte, die mich leider nicht immer fesseln konnte, aber dennoch tolle Momente hat, daher bekommt das Buch von mir



Das war meine Rezension zum Sub-Destroyer-Buch aus dem November. Habt ihr das Buch auch schon gelesen? Wie fandet ihr es? Wie hat euch meine Rezension gefallen? Wie hat euch der Humor in dem Buch gefallen?

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Mir hat das Buch, wie dir gut gefallen, eigentlich noch ein wenig besser. Als ich es gelesen habe, war ich glaub ich sogar jünger als 12, deshalb wahrscheinlich :) Die Reihe steigert sich noch weiter, und in Band 2 ist der gute auch älter. Das befreit seinen Charakter zwar von der Naivität, aber.... naja, du wirst es sehen, ich vermute einfach mal dass du die Reihe weiterliest, oder?
    Der Humor ist einfach göttlich, genau wie Bartimäus insgesamt. Er ist einer meiner Lieblingscharaktere in meiner Bücherlaufbahn geworden :) Auch weil er sich eben weiterentwickelt wie du schriebst, aber trotzdem nicht seinen Charakter verliert und sich nicht den Mund verbieten lässt.
    Deine Rezension gefällt mir wirklich gut und ich freue mich, dass dir das Buch größtenteils gefallen hat!

    LG Biene

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    1. Hallo Biene,
      ja natürlich lese ich die Reihe weiter. Bin gerade an Band 2 am Lesen und das mit dem Alter stört mich jetzt nicht mehr so sehr. Freut mich, dass dir meine Rezension gefallen hat.
      Liebe Grüße,
      Nadja

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