Sonntag, 24. Mai 2015

[Nadja] Amy & Matthew. Was ist schon normal? - Cammie McGovern [Rezension]



Rezension – Amy & Matthew. Was ist schon normal? – Cammie McGovern





Titel: Amy & Mattew – Was ist schon normal?
Originaltitel: Say what you will
Autor: Cammie McGovern
Verlag: Heyne fliegt
Genre: Young Adult, Romance
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
Preis: 14,99€
ISBN: 9783453269163
Leseprobe: *klick*





 
Erste Sätze
Amys E-Mails setzten Ende Juli ein und kamen dann den ganzen Sommer hindurch. Mit jeder würde Mathew ein klein bisschen nervöser:

An: mstheword@gmail.com
Von: aimhigh@comcast.net
Re: Ich bin glücklich!

Ich bin gerade in das Arbeitszimmer meiner Mutter geschlichen, um die Namen meiner neuen Schulbegleiter herauszufinden, und ich bin so glücklich!


Klappentext
Die Geschichte einer großen Liebe, die sich gegen alle Widerstände behauptet
Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?


Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird abwechselnd aus der Sicht von Amy und Matthew berichtet.
Amy ist seit ihrer Geburt schwerbehindert. Sie kann ohne Hilfe nicht laufen und sprechen. Dazu hat sie Gehhilfen und einen Sprachcomputer. Das macht sie aber auch zur Außenseiterin, denn sie braucht bei vielen alltäglichen Dingen Hilfe, weil sie die nicht allein schafft. Das frustriert sie, dass sie immer auf die Hilfe eines Pflegers oder Erwachsenen angewiesen ist, der sie auch in der Schule begleitet. Doch in ihrem letzten Jahr an der High-School möchte sie es ändern. Sie möchte, dass tagsüber verschiedene Schüler und Schülerinnen ihr helfen, zurechtzukommen und Freundschaften schließen, die sie bisher noch nicht erlebt hatte. Sie möchte ein ganz normales Mädchen sein, zumindest zeitweise, obwohl sie weiß, dass sie nicht normal ist und es auch nie sein wird. Sie ist außerordentlich klug und ihre Mutter, die bisher viele Entscheidungen in ihrem Leben getroffen hat, möchte, dass sie an einer Elite-Universität studiert, aber mehr und mehr beginnt sich Amy zu fragen, was sie eigentlich will und wie sie es ihren Eltern und Mitmenschen beibringen kann. Im Laufe des Buches findet sie zu sich selbst und wird mutiger und offener. Diese Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen.
Matthew hat gewisse Ängste, Ticks und Störungen, die er vor sich und anderen geheim halten will, doch seine Mitschüler wissen schon längst darüber Bescheid und meiden ihn deshalb, weil er nicht normal ist. Am Anfang nimmt er nur Amy zuliebe den Job als ihren Helfer an, doch nach und nach genießt er die Zeit mit ihr, weil er zum ersten Mal ehrlich zu einem Mitmenschen ist und auch somit zu sich selbst. Im Laufe des Buches wird er mit seinen Störungen und Ticks konfrontiert und muss lernen, diese zu akzeptieren, was ihm schwerer fällt als gedacht. Ehrlich zu sich selbst zu sein und wieder in die Normalität zurückfinden, nachdem man sich zu lange in einer Art Parallelwelt befunden hat, ist schwer und erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Dies entwickelt er, auch wenn er zeitweise immer noch sehr zurückhaltend gegenüber seinen Mitmenschen ist. Ich finde seine Entwicklung bemerkenswert und sie hat mir gut gefallen.
In beide Charaktere konnte ich mich trotz ihrer ungewohnten Probleme gut hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.

Die Geschichte ist emotional und dramatisch. Sie wird viel geprägt von den ungewohnten Problemen der beiden Charaktere und die Anziehungskraft, die sich zwischen ihnen im Laufe des Buches entwickelt, sich aber keiner richtig einzugestehen traut. Es ist eine sehr zarte Liebesgeschichte mit etwas Lebensweisheit. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und das Überwinden von Ängsten. Sie konnte mich zwar berühren, aber ich wurde in die Geschichte nicht hineingesogen und fühlte mich zeitweise nur wie ein stiller Beobachter der Protagonisten, was vielleicht auch in der Wahl der Perspektive begründet liegt. Es gibt weniger überraschende Wendungen, aber dafür mehr überraschende Entwicklungen. Der Schreibstil war flüssig und recht angenehm zu lesen.


Bewertung
Eine sehr ungewöhnliche Geschichte, die mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte, da ich mich viel mehr als ein Beobachter als ein Teil der Geschichte gefühlt habe, daher gebe ich dem Buch nur



An dieser Stelle möchte ich dem Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch wirklich gefallen, denn sie war ungewohnt und neu. Habt ihr das Buch auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Ich habe dem Buch 4 von 5 Eulen gegeben. Ich fand es eigtl echt gut, aber es gab auch ein paar Sachen, die mich gestört haben :/

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    1. Hallo Nicki,
      ich finde so ein großer Unterschied liegt ja zwischen 3,5 von 5 und 4 von 5 Sternen / Würmchen / Eulen. Ich finde ja persönlich das Buch hat sein Potenzial einfach nicht vollkommen ausgeschöpft.
      Liebe Grüße,
      Nadja

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