Freitag, 9. Oktober 2015

[Nadja] Ausblick auf Band 2 und Band 3 der Trilogie - Blogtour "Das steinerne Tor: Die Rückkehr"



Ausblick auf Band 2 und Band 3 der Trilogie – Blogtour „Das steinerne Tor: Die Rückkehr“

Hallo ihr Lieben,

heute endet die Blogtour zu „Das steinerne Tor: Die Rückkehr“ von Pia Guttenson bei mir. Gestartet hat die Tour bei Nala, die ein Interview mit der Autorin geführt hat, bevor es dann weiter ging bei Astrid, die euch die Charaktere samt Zeichnungen vorgestellt hat. Vorgestern hat die Tour bei Jens Halt gemacht, der euch besondere Orte der Geschichte in Schottland näher vorgestellt hat, bevor es gestern dann bei Yvonne mit den Völkern und Wesen in Fenmar weiterging. Heute gebe ich euch einen kleinen Ausblick auf Band 2 und Band 3 gebe.

Band 2 der Trilogie trägt den Titel „Das steinerne Tor: Hoffnung“.


Das Buch hat folgenden Klappentext:
Monate sind vergangen, seitdem das Steinerne Tor Isandora und Ian aus ihrer Heimat Schottland
in eine fremde Welt gerissen hat.
Immer tiefer führt sie die Suche nach Isas kleinem Sohn Sam in unbekannte Regionen, deren Bewohner ihnen nicht immer wohlgesonnen sind.
Täuschung und Wahrheit liegen so dicht beieinander, dass Isa zweifelt, wem sie auf dem Weg durch Fenmar wirklich trauen kann.
An der Seite von Elben und Elfen rüsten sich Ian und Isandora für den alles entscheidenden Krieg gegen das albtraumhafte Volk der Moorguhls.
Wird es ihnen gelingen, das Böse zu besiegen?
Kann ihre Liebe standhalten, wenn Verrat und Tod allgegenwärtig sind?

Exklusiv für euch hat die Autorin eine Leseprobe aus dem zweiten Band der Trilogie herausgesucht, der euch einen kleinen Einblick in das Buch geben soll:

Auf Messers Schneide
Kapitel 3
Der Weg im Fels wurde immer schmaler und zwang sie schließlich, die Pferde zurückzulassen. Es war einfach unmöglich, die immer nervöser werdenden Tiere in der zunehmenden Dunkelheit zu führen, ohne selbst einen Sturz in die Tiefe zu riskieren.
Isa war zum Heulen zumute und das, obwohl sie doch eigentlich keine Pferde mochte. Die Stute, deren Farbe sie an Karamellbonbons erinnerte, tänzelte nervös und sie legte ihr beruhigend eine Hand auf die Nüstern. Was, wenn das arme Pferd den Scheusalen direkt in die Klauen lief?
Sie werden einen Festschmaus halten!, wisperte eine gnadenlose Stimme in ihren Gedanken. Sie schluckte trocken, versuchte, das Unvermeidbare hinauszuschieben, indem sie am Zaumzeug zupfte und Schnallen kontrollierte, obwohl es eigentlich nichts zu richten gab.
„Isa, du musst sie loslassen! Es ist zu gefährlich“,  redete Ian auf sie ein.
Sie konnte sehen, wie er im spärlichen Licht versuchte, in ihrem Gesicht zu lesen. „Keine Bange, mo rùn. Diese Pferde sind etwas Besonderes. Sie werden ohne Schaden zu nehmen zu Ria zurückfinden. Wer weiß, wenn wir Glück haben, trampeln sie noch ein paar Moorguhls in Grund und Boden.“
Verflixt. Sie musste Ian zustimmen, dennoch fiel ihr dies unsagbar schwer. Nicht nur ihr. Kayla hing leise schluchzend an ihrem Bein. Ein kleines, dürres Bündel Kind, das zitterte, als wäre der leibhaftige Teufel hinter ihm her. Na ja, wenn man es genau nahm, kam dies ihrer Situation recht nahe. Seufzend gab sie die Stute frei und das verängstigte Tier stolperte hinter den anderen Pferden her. Einmal mehr besaßen sie jetzt nur noch das, was sie auf ihrem Leib trugen. Wie gut, dass sie sich langsam an diesen Umstand gewöhnt hatte. Genauso wie an die Tatsache, nicht mehr in einem weichen Bett zu nächtigen oder jeden Tag eine warme Dusche genießen zu können. Fenmar mochte zwar nicht so schlimm wie das Mittelalter sein, dennoch war es weit entfernt von jeglichem modernen Komfort.
„Immerhin kann ich dich jetzt an die Hand nehmen“, grummelte Ian leise vor sich hin und warf einen, wie ihr schien, respektvollen Blick in die immer tiefer werdende Schlucht.
Als die letzten Geräusche der hallenden Pferdehufen verklungen waren, fing ihre Nachhut an, seltsam anmutende Fallen auszulegen. Teilweise bestanden diese aus einfachen Stolperschnüren, aber auch aus Körnern … oder waren es Samen? Damian Rozza hatte es ihr vor geraumer Zeit erklärt, aber sie konnte sich einfach nicht mehr richtig erinnern. Auf jeden Fall funktionierten die Körner wie Knallerbsen. Trat man versehentlich auf eines, knallte es wie ein Pistolenschuss. Der Weg, oder eher der bessere Trampelpfad, wurde immer unwegsamer. Kleine Steinhaufen versperrten ihnen immer wieder aufs Neue den Durchgang. Isa ertappte nicht nur sich selbst ein ums andere Mal dabei, ängstlich den Berg empor oder in die gähnende Tiefe der Schlucht zu starren. Gelegentlich hagelten Steine und Geröll auf ihren kleinen Konvoi hernieder, was Ian dazu bewog, Kayla auf den Arm zu nehmen und Isa zum Schutz dichter an seinen Körper zu ziehen. Nicht, dass ihr die Sicherheit seiner Umarmung irgendwie unangenehm gewesen wäre.
Der Berg bildete schließlich einen natürlich entstandenen Überhang, der ihre Köpfe wie ein Dach vor allem schützte, was von oben kam. Wie spät es wohl war? Bleierne Müdigkeit machte sich in ihr breit. Sie fühlte sich zunehmend kraftlos, und dass die Dunkelheit sie zwang im Schneckentempo zu gehen, machte es nicht besser. Jeder Schritt auf dem schmalen Höhenweg konnte ihr letzter sein. Steine brachen unter ihren Füßen los und polterten in die Schlucht, in der tosende Wassermassen einen beständigen Donnerhall erzeugten. Selbst in sicherer Höhe war die Gewalt des Wassers noch gut zu hören.
Trotz der Gefahr, vom Feind entdeckt zu werden, blieb ihnen schließlich keine andere Wahl, als Fackeln anzuzünden. Zum Leidwesen mancher Gefährten machte es den tatsächlich `atemberaubenden Anblick´ nicht besser.
„A Dhia, ist das tief“, stieß Ian aus und zog Isa neben sich an der felsigen Wand entlang. Immer wieder ging sein Blick besorgt an dem Überhang entlang und in die Tiefe.
„Ja, Großer. Aber es ist doch auch auf eine Art faszinierend, nicht?“, antwortete sie. Vorischtig spähte Isa an ihm vorbei in den Abgrund, um noch ein bisschen mehr vom wild schäumenden Fluss zu erkennen.
„Nein. Nein, Sommersprosse. Kein bisschen“, entgegnete Ian. Isa vernahm einen seltsamen, gereizten Unterton in seiner Stimme. „Mir wäre es recht, wenn du dich nicht so weit vorbeugen würdest. Bleib gefälligst mit deinen Stolper-Füßen neben mir!“
Da der große Schotte Kayla im Arm hatte, musste er wenigstens keine Fackel tragen.
Isa betrachtete Ian genauer und sah sich in ihrem stillen Verdacht bestätigt. Es konnte gar nicht anders sein. Ian MacLeod, mit seinen nahezu 2 Metern Körpergröße, litt unter Höhenangst! Himmel! Der Verdacht war ihr schon öfter in den Sinn gekommen, jedoch hatte sie bis heute nie einen Beweis gefunden …
Ihr Schotte schob sich mehr an dem kantigen Fels entlang, als dass er ging. Schweißperlen standen trotz der nächtlichen Kälte auf seiner Stirn. Sein Atem schien zu flattern und ihre Hand in der seinen fühlte sich an, als wäre sie in einen Schraubstock gespannt.
An der nächsten Biegung geschah es dann. Ihr ganzer Tross kam ins Stocken. Alle blieben wie erstarrt vor dem Anblick stehen, der sich ihnen bot. Keiner sprach ein Wort. Es war als hielten alle den Atem an. Isa kniff fest die Augen zu und betete still. Heilige Maria voller Gnaden … Es war als strahle die Mondsichel nur die albtraumhafte Gestalt des Baumes an. Fast als wäre ein Scheinwerfer auf diesen hässlichen, kahlen Baum gerichtet. Dieser schien das Licht auf seltsameweise zu reflektieren.
„Aye. Schön ist etwas anders“, stieß Ian unnatürlich ruhig aus, brach damit den Bann der Stille. Es gab Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht erklären oder beschreiben konnte. Dinge, die waren, wie sie waren. So wie das Grauen, welches dieser Baum wachrief und das unausgesprochen, aber dennoch fühlbar hier und jetzt zwischen ihnen allen schwebte.
Isa schluckte krampfhaft und sah sich vorsichtig um. Nichts deutete auf den Spähtrupp der Moorguhls aus ihrer Vision hin.
Ian sah sie fragend an und sie antwortete stumm, indem sie energisch den Kopf schüttelte. War es möglich, dass sie sich geirrt hatte?
Der Hoffnungsschimmer, den sie verspürte, verging mit einem einzigen gebrüllten Wort, das laut in ihren Gedanken hallte. LAUFT!
Nikoma riss sie alle aus der Erstarrung. Sie rannten los, als wäre der Startschuss zu einem Wettrennen abgefeuert worden.
Einem Wettrennen um Leben und Tod!
Etwas zischte pfeilschnell über ihren Scheitel hinweg. Instinktiv zog Isa zog den Kopf ein. Es war die Gestalt des Turmfalken, die Nikoma angenommen hatte, um sie rechtzeitig zu warnen.
Der Feind war ihnen auf den Fersen. Ein plötzliches Knallen, wie von Pistolensalven, brach sich unheilvoll immer wiederkehrend an den Felsen und ließ sie alle erschrocken zusammenzucken.
Die Moorguhls hatten ihre Fallen erreicht und ausgelöst. Der Pfad machte eine große Schleife und offenbarte ihnen allen das Grauen auf Erden. Mehrere, sich schnell vorwärts bewegende Lichter, hatten ihre Verfolgung aufgenommen. Der Abstand zwischen ihnen schmolz unaufhörlich.
„Verfluchtes Monsterpack. Sie sehen einfach zu gut in der Finsternis“, schimpfte Nerolli hinter ihr.
Das Adrenalin rauschte unangenehm in Isas Ohren, pulsierte durch ihre Adern. Sie hatte das Gefühl, als bebe der Boden unter ihren Füßen. Kam es von Ians weitausholenden Schritten oder gar vom Trupp der Moorguhls? Bemüht, mit ihrem Schotten Schritt zu halten, strauchelte sie erneut über ihre langen Röcke. Verflixt! Kayla hatte ihr Gesicht in Ians Haaren verborgen und wimmerte leise. Dabei hat die Kleine es doch gut, dachte Isa. Sie hat weder Seitenstechen, noch muss sie sich mit Röcken herumplagen, in dem man sich ständig verheddert. Glückliches Kind! Isa sah, wie Damian Rozza und Rubena sich zurückfallen ließen. Wollten sie etwa kämpfen?
Was für ein absurder Gedanke!
„Vergesst es!“, keuchte Elfric nach Atem ringend und schien ihren Verdacht zu bestätigen. „Es sind zu viele! Haltet lieber eure Bögen parat.“
„Wir müssen mit genügend Vorsprung bei den Flößen ankommen, sonst haben wir keine Chance!“, antwortete der Waldelb, ebenso nach Luft japsend. Was er damit sagen wollte, war ihnen allen klar. Schließlich mussten sie die Flöße von den Tauen lösen und vielleicht noch zu Wasser lassen.
Wiederholt blieben Isas Röcke an einem spitzen Felsstück hängen und sie schrammte schmerzvoll an der rauen Wand entlang. Neidisch sah sie zu Nerolli zurück, deren Beine sich grazil wie eine Antilope bewegten.
Ein Königreich für einen Hosenrock, wie ihn Nerolli trug!, schoss es ihr durch den Kopf.
Die Elfe hatte wohl ihren Blick bemerkt und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln. Es gelang ihr nicht dieses Lächeln zu erwidern. Wie auch? Dank der Aufregung war sie mit Zähneknirschen beschäftigt. All die Zahnspangen, Knirsch-Schienen und Sonderbehandlungen waren für die Katz. Seit dieses vermaledeite Steinerne Tor sie nach Fenmar gebracht hatte, lebte sie mehr als ungesund, ganz zu schweigen davon, dass sie schwanger war, schwanger in einer Welt ohne Krankenhäuser oder Ärzte. Nein, in Fenmar war ihr Leben keinen Pfifferling wert.
Erneut schoss der Turmfalke an ihnen vorbei und Nikomas Stimme dröhnte in ihrem Kopf: LAUFT SCHNELLER! Ich warte an den Flößen. „Was denkt der Kerl, was ich tue, Kaffeekränzchen halten?“, keuchte Ian erbost.
Isas Antwort blieb ihr jedoch buchstäblich im Hals stecken.
Mit dem kalten Wind wehte ein Schwall des unverkennbar ekligen Geruchs der Moorguhls heran und stieg ihr in die Nase. Der Geruch des Todes. Ammoniak, gepaart mit süßer, fauliger Verwesung.
Sich gegen diesen Geruch wappnen zu wollen war ebenso unmöglich, wie der Versuch ihn irgendwie zu ertragen. Die Stimme ihrer dunklen Seite kreischte jubilierend. Nicht mehr lange und sie kriegen euch, Schwesterherz.
Isa fühlte sich so unendlich klein, schwach und machtlos. Ihr Puls raste. Sie hatte Seitenstechen, bekam kaum Luft und ihr Herz pochte, als wolle es explodieren. Wenigstens waren die Moorguhls noch so weit entfernt, dass sie von ihrem scheußlichen Anblick verschont blieben. Zumindest vorerst …
Tief in der Schlucht unter ihnen schien das Wasser von Neptunsarm das Mondlicht gebündelt wiederzugeben. Der Zufluss zum Meer war in aller Genauigkeit zu erkennen, ebenso wie jede Strömung oder jede Abzweigung zu sehen war. Kein Wunder, dass die Elben diesen Übergang Neptunsarm getauft hatten. Sah es doch aus, als krallten sich fünf Finger, welche aus kleineren Abzweigungen des Flusses bestanden, in den Fuß der Eisspitze. Fast als würden sie versuchen, Teile aus dem Berg zu brechen. Was hätte sie dafür gegeben, jetzt ihre Kamera hier zu haben! Aber mit einer Horde beißwütiger Viecher im Nacken, verlor auch das mystischste Motiv leider schnell seinen Reiz …
Noch immer war kein Ende des Weges in Sicht. Inzwischen taumelte Isa mehr hinter Ian her, als dass sie lief. Trotz der eisigen Windböen, die sie immer wieder unvorbereitet trafen, rann ihr der Schweiß in Strömen den Rücken hinab. Ein Stöhnen hier und ein atemloses Seufzen dort, zeugten davon, dass nicht nur sie am Ende ihrer Kräfte war. Tatsächlich litt es sich wesentlich leichter, wenn man nicht alleine war.
Der Felspfad ging unmittelbar in einen unebenen Trampelpfad über. Zwar hatten sie immer noch massiven Stein auf ihrer einen Seite, der schützende Überhang über ihren Köpfen war jedoch verschwunden. Am Firmament spielte ein funkelndes Sternenheer Verstecken mit den dunklen Wolkenfetzen, die der böige Wind über den Himmel trieb. Wenn sie ein Sternenkind war, wieso half ihr dann keiner der Herren der Sterne? Gab es sie überhaupt?
Verdammt. Wahrscheinlich sahen ihnen diese Altehrwürdigen von dort oben zu und amüsierten sich prächtig, während sie sich alle die Seele aus dem Leib liefen, um zu überleben! Den Blick gen Himmel gerichtet, kam sie einmal mehr ins Straucheln und fiel gegen Ians Rücken.
„‘tschuldigung!“, nuschelte sie erschöpft.
„Daingead cac. So wird das nichts, Sommersprosse. Du musst schneller laufen“, brummte ihr Schotte beunruhigt.
Ha, können vor Lachen, brauste sie innerlich auf, erwiderte aber. „Versuch ich ja!“
Er schnaubte abfällig. „Mo rùn, meine Großmutter, Gott hab sie selig!, war schneller als du!“
Der Protest erstarb auf ihren Lippen, da Ian Kayla prompt in Elfrics Arme weitergab, sie schnappte und wie einen Sack Mehl über seine Schultern warf.
„Also hör mal …“, setzte sie strampelnd an.
„Nein. Nein, Sommersprosse. Du höst mir zu. Ich dachte wir hätten das geklärt!“, knurrte Ian atemlos. „Du magst ja einen leckeren Braten abgeben. Ich hingegen mache mich nicht gut als Witwer! Und jetzt halt still, Daingead.“ Jedes weitere Wort der Weigerung ihrerseits wäre nur neues Öl für Ians Helden-Feuer gewesen.
Isa hasste es, wenn er sie einfach überrumpelte. Dennoch kannte sie ihren Ehegatten mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ein Widerspruch nicht immer klug war. Ganz zu schweigen, dass Ian nun einmal die längeren Beine und, wie sie neidvoll zugeben musste, die bessere Kondition hatte. Ergeben fügte sie sich in ihre Situation. Bemühte sich um Entspannung, indem sie bewusst durch den Mund ein- und ausatmete und die Augen schloss. Ihr Herz fühlte sich an wie die flatternden Flügel eines gefangenen Vogels und ihr Magen krampfte empfindlich. Was, wenn sie es nicht bis zu den Flößen schafften? Oder wenn es gar keine Flöße gab, die auf sie warteten?
Lieber Gott. Was, wenn die Elben ihnen nicht wohlgesonnen waren? Ihre Nase blähte sich unter einer neuen Schwade aus Aasgeruch und sie zwang sich nicht zu würgen. Der Geruch ließ ihre Phantasie mit ihr durchgehen und hinter ihren geschlossenen Lidern entstanden Bilder. Verrottende Gliedmaßen, überzogen von Maden und Würmern. Dazu eine altbekannte Stimme, die voller Hohn flüsterte: Sieh sie dir genau an, Prinzessin. So werdet ihr alle aussehen, wenn sie euch gleich haben. Du bist verloren und mit dir deine ganze Brut!
Ein lautes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle und sie riss die Augen auf. Doch die Aussicht wurde nicht besser. Ganz im Gegenteil. Die Moorguhls holten unaufhaltsam auf, waren zunehmend besser zu erkennen.
Vorsicht  Sandloch!“, zischte Nerolli gerade noch rechtzeitig für Ian, der grummelnd auswich. Der Trampelpfad wand sich jetzt in engen Kurven zu Tal. Als ob das noch nicht genügte, war er auch noch mit gefährlichen, sandgefüllten Kuhlen übersät, die jeden von Ians Schritten zu einem Vabanquespiel werden ließen.
Wenn sie ihren Kopf seitlich drehte, konnte Isa das glitzernde, kristallklare Band aus Wasser sehen. Der Fluss Haras, welcher auf direktem Weg in die Sicherheit und zu den Elben der Wälder Y-Haras führte. Wenn sie nur schon dort unten wären! Lieber Gott! Auf Sand zu rennen schien ein heikles Unterfangen zu sein. Sicherlich war es bei einer Körpergröße von zwei Metern und zusätzlichem Gewicht über den Schultern, ein immenser Kraftaufwand. Sie konnte den Schweiß riechen, der Ians Hemd tränkte, konnte die Feuchtigkeit unter ihren Fingerspitzen fühlen, ebenso wie sie den rasenden Puls an seiner Halsschlagader pochen sah. Und doch konnte sie nichts tun, um ihm zu helfen. Nichts, außer stillzuhalten.
Ian stieß abwechselnd gälische Flüche und Gebetsfetzen aus, anstatt sich die Luft fürs Atmen zu sparen. Wobei ersteres ihr rote Ohren machte, obwohl sie nicht gerade viel davon verstand. Sie hatte keine Ahnung, woher er die Kraft zu alldem nahm.
Nur wenige Meter trennten die Monster noch von ihrer Nachhut. „Scheiße, Ian!“, entfuhr es ihr entsetzt.
„Ach, was du nicht sagst, mo rùn“, keuchte er.
Eine Welle der Übelkeit überkam sie aufs Neue. Gallsäure stieg ihre Speiseröhre empor und explodierte mit einem üblen Geschmack in ihrem Mund. Sie zwang sich zu schlucken.
„Ich wäre dir äußerst dankbar, wenn du mir nicht ins Genick spucken würdest, okay!“, erklang es trocken.
Am liebsten hätte sie hysterisch gelacht, was sie natürlich nicht tat. Konzentriert lenkte sie ihren Blick auf die Seite, wo der Haras immer näher kam. Die Umrisse zweier Flöße wurden sichtbar. Endlich!
Da war er, ihr Hoffnungsschimmer!
Ian musste sie ebenfalls gesehen haben, denn seine Schritte beschleunigten sich noch einmal. Himmel, woher nahm der Kerl nur diese Reserven?
Beide Flöße waren an den vorderen Ecken mit Fackeln versehen. Sie bestanden aus mehreren geschnitzten Baumstämmen von beträchtlicher Größe. Ein krasser Gegensatz zu dem mickrigen Floß, mit dem sie von Master Hobaraks Hallen zu Rachgorans Reich übergesetzt hatten. In ihrer Mitte gab es einen ebenso kunstvollen Mast mit Segeln daran. Diese waren gehisst und zeigten das Wappen der Elben, einen Kreis aus majestätischen Bäumen auf schneeweißem Hintergrund. Sitzbänke, Ruder sowie lange Staken vervollständigten das Bild, das sich ihnen im spärlichen Licht bot.
Die Moorguhls hatten die Flöße ebenfalls bemerkt und ein unheim-liches Kreischen erklang.
Isa war sich ziemlich sicher, dass nicht nur sie von diesem Geräusch – es hörte sich an als schöbe man eine Gabel mit Druck über eine Glasfläche – eine Gänsehaut bekam. Die Haare standen ihr zu Berge und leider hatte sie keine Hände frei, um sich die Ohren zuzuhalten.
SCHNELLER!, feuerte Nikoma sie alle an.
Nerolli ebenso wie Elfric gelangten vor ihnen auf das eine Floß. Beide zögerten keine Sekunde: In einer fließenden Bewegung zückten sie ihre Bögen und legten an. Pfeile surrten um sie herum.
Endlich erreichte Ian das andere Floß, bremste ab, ließ sie unsanft zu Boden fallen und zückte sein Schwert. „Bring dich in Sicherheit, mo rùn“, wies er sie besorgt an, baute sich breitbeinig vor ihr auf.
Vergiss das Schwert, MacLeod. Zu viele und zu weit!, suggerierte die Stimme des Formwandlers erneut.
„Isa. Fang!“ Damian Rozza warf ihr noch im Rennen seinen Bogen nebst Pfeilen zu. Einen nicht enden wollenden Moment hatte sie Sorge, den Bogen nicht zu erwischen, doch dann lag er sicher in ihrer Hand. Ihren zitternden Fingern zum Trotz gelang es ihr, einen Pfeil einzulegen.
Verschwendet keine Pfeile. Warte bis sie nahe genug sind!, warnte Nikoma.
Keine Sekunde zu spät sprang ihre Nachhut an Bord. In ihrem Schatten folgte die Hölle auf Erden. Glücklicherweise waren die Leinen bereits gelöst und Ian, ebenso wie Damian Rozza, stießen sie bereits mit den Staken vom Ufer ab. Der Wind sowie die Strömung des Haras taten ihr Übriges und sie gewannen schnell an Fahrt. Auch wenn dies mitnichten hieß, dass die Moorguhls aufgaben. Ebenfalls am sandigen Ufer angekommen, kreischten sie ihnen mit geifernden, gebleckten Mäulern hinterher. Falls es den Teufel tatsächlich gab, dann waren dies seine Kinder. Teilweise sprangen die Monster in die starke Strömung, um sie schwimmend zu erreichen. Doch ein Pfeilhagel bereitete ihnen einen unangenehmen Empfang. Ein Moorguhl erreichte das Floß hinter ihnen. Jedoch wurde er von drei Pfeilen gleichzeitig durchbohrt und fiel zurück in die reißende Strömung des Flusses. Einem zweiten Moorguhl gelang es, sich mit Hilfe seiner Klauen festzuhalten und sich an Bord ihres Floßes zu hangeln.
Ian warf geistesgegenwärtig den Staken auf die Planken, zog sein Schwert. Mit einem zornigen „Imigh sa diawal, Bastùm!“, schlug er dem Monster den Kopf ab. Dieser rollte, gelbes Blut spritzend, auf das Holz, wobei die lange Zunge eine weggeätzte Spur auf den nassen Planken hinterließ.
„Zum Teufel, genau da gehörst du hin!“, schrie Isa den Kopf an, kickte ihn angeekelt ins Wasser, wo bereits der Rest des Scheusals gelandet war.
RUNTER!, schrie Nikoma keine Sekunde zu früh. Alle warfen sich zu Boden, was ihr Gefährt erheblich zum Schwanken brachte. Ein Pfeilhagel zischte über sie hinweg, ohne jedoch zu treffen.
„Löscht die Fackeln!“, kommandierte Elfric vom anderen Floß.
Genau das taten sie.
Ian warf sich über Isa, schirmte sie mit seinen Körper, ebenso wie mit seinem Umhang, ab. „Sicher ist sicher, bei deinem Glück!“ raunte er in ihr Ohr.


Der dritte Teil der Trilogie trägt den Titel „Das steinerne Tor: Ein neuer Anfang“ und hat folgendes Cover:


Das Buch hat folgenden Klappentext:
Was für Isandora und Ian als vollkommene Liebe begann, wird für beide immer mehr zum Albtraum.
Während Isandora verzweifelt versucht, die Völker Fenmars gegen einen übermächtigen Feind zu einen, entpuppt sich ihr geliebter Schotte als ihr gefährlichster Gegner.
Sie ahnt nicht, dass Ian sich in der Gewalt ihrer Feinde befindet und von ihnen auf hinterhältige Weise manipuliert wird.
Missbraucht und enttäuscht wendet Isandora sich von Ian ab.
Der Formwandler Nikoma hält seine Zeit für gekommen, Isandora nun endgültig für sich zu erobern.
Bald zeigt sich jedoch, dass alle drei in einem Netz aus verletzten Gefühlen, enttäuschten Hoffnungen und blindem Rachebedürfnis gefangen sind, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt – solange nicht einer der Männer bereit ist, sein Leben für die Liebe zu opfern…

Auch hier hat die Autorin eine exklusive Leseprobe aus dem Roman für euch zusammengestellt, der euch einen kleinen Einblick in den dritten Band geben soll, ohne zu viel zu verraten:

Dragan Amrun
Mit einem Schlag war sie wach und lauschte in die Dunkelheit. Es war nicht das abrupte Ende der Vision, das sie beängstigte, obwohl sie einmal mehr nicht die geringste Ahnung hatte, was sie mit dieser anfangen sollte. Nein. Es war mehr ein Gefühl, die Ahnung von etwas durch und durch Bösem unmittelbar in ihrer Nähe. Fast, als würde die dunkle Stimme in ihr frohlocken. Vorsichtig, um nicht unmittelbar mit dieser fremden Präsenz in Berührung zu kommen, falls sie wirklich da war, streckte sie ihre Sinne aus und stieg mit zitternden Beinen aus dem Bett. Auf nackten Sohlen schlich sie weiter, griff nach Silelen. Beruhigend schlangen sich ihre Finger um den lederumwundenen Schaft des Schwertes.
Himmel. Bitte mach, dass ich mir das alles nur einbilde. Ich habe einfach nur schlecht – okay mies, ganz mies, geschlafen!, redete sie sich gedanklich ein. Zaghaft legte sie die andere Hand auf den Knauf ihrer Tür. Mit einem Quietschen, das ihr lauter vorkam, als es vermutlich war, schwang die Tür auf und offenbarte, wie nicht anders zu erwarten, gähnende Leere.
Da war nichts. Erleichtert atmete Isa laut auf, lehnte sich nach Luft ringend gegen die raue Wand. Was hatte sie erwartet? Ein nach Blut lechzendes Monster oder einen Moorguhl? Verärgert über sich selbst, schüttelte sie den Kopf. Verfluchtes, ängstliches Weib, schimpfte sie sich selbst. Sollte ihr Gefühl sie tatsächlich getäuscht haben?
Forscher als zuvor, konzentrierte sie sich mit zusammengebissenen Zähnen, schloss die Augen und ertastete alles Leben in ihre Umgebung. In den Räumen neben ihr lagen die Amazonen im Tiefschlaf. Weiter und weiter drangen ihre Sinne vor, während das Adrenalin in ihrem Körper unangenehm zu pulsieren begann. Ein erschrecktes Keuchen entrang sich ihrer Kehle, als ihre Sinne auf die ersten toten Amazonenkriegerinnen trafen. Nichts deutete auf ein Wehren der Frauen hin. Sie lagen in ihren Betten, als lägen sie im tiefen Schlummer, doch unheimliche Finsternis umgab ihre toten Körper. Sie waren nicht weiter als zwei Gänge von Isa entfernt.
Raubtiergleich krochen Schatten in jenen Gängen entlang, fast als lauerten sie auf neue Opfer. Obwohl sie nicht körperlich dort war, spürte Isa eine seltsame Hitze. Es bereitete ihr unsägliche Mühe, wieder Herrin ihrer Selbst zu werden. Die Verderbnis schlug die Krallen in ihre dunkle Seite, schien zu locken. Wie eine giftige Schlange regte sich die Stimme in ihrem Kopf und lachte sie aus. Solena hatte sie mehrmals vor genau solchen Situationen gewarnt. „Gedanken anderer zu lesen und Leben ertasten zu können, ist eine Bürde, Menschentochter. Gehe niemals leichtfertig mit dieser Gabe um, sonst kostet sie dich dein Eigenes!“, hörte sie ihre Lehrmeisterin mahnen.
Und auch Nikoma wurde nicht müde, sie immer und immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie gegen die Macht eines Finsteren Lords oder eines Krüks nicht bestehen würde können.
„Verfluchter Formwandler, wo bist du, wenn ich dich brauche“, entwich es ihr keuchend, als ihre Sinne zu ihr zurückkehrten. Himmel, was um alles in der Welt trieb in dieser Burg sein Unwesen? War es tatsächlich einer der Finsteren Lords, ein Noctrum oder gar ein leibhaftiger Krük? Sie musste Rubena und Damian Rozza warnen, bevor es zu spät war. Beherzt schlich sie weiter an der Wand entlang. Verzweifelt bemühte sie sich, an die Richtung zu erinnern, in der das Zimmer ihrer Freundin lag.
Verflixt. Ihr Orientierungssinn war einfach mehr als bescheiden. Sie konnte sich nicht daran erinnern, jemals einen Ort auf Anhieb gefunden zu haben. Wenn sie es genau betrachtete, schien es ihr, als würde sie ständig alles einkreisen. Natürlich hätte sie von ihren neuen Sinnen Gebrauch machen können. Nur was war, wenn sie dabei leibhaftig einem ihrer furchtbarsten Feinde begegnete?
Wäre ihr Körper dann nur noch eine leere Hülle? Ihr schauderte bei dem Gedanken. Angestrengt mühte sie sich weiter, den Weg zu Rubenas Kammer zu finden. Isa war noch nicht sehr viel weiter gekommen, als ihr die steigende Temperatur auffiel. Seltsam. In den Gemäuern, in denen es sie seit ihrer Ankunft unangenehm fröstelte, herrschte plötzlich angenehme Wärme. Je weiter sie ging, umso wärmer wurde es. Fast als liefe sie einer Feuersbrunst entgegen. Mitten im Schritt blieb Isa unvermittelt stehen, die Augen auf ein Gemälde an der gegenüberliegenden Wand gerichtet.
Vermaledeit!
Sie kannte dieses Gemälde, sie hatte es mit ihren Sinnen wahrgenommen. „Heilige Maria Muttergottes, sei mir gnädig“, wisperte sie. Langsam und auf der Hut, wich sie zurück. Einmal mehr hatte sie sich verlaufen. Unglückselig war sie an den Beginn des Korridors gelangt, in dem die Zimmer der toten Amazonen lagen. Schritt für Schritt zog sie sich zurück. Doch die Wärme folgte ihr, nahm sekündlich zu. Isa konnte fühlen, wie auf ihrem ganzen Körper der Schweiß ausbrach. Sie wusste instinktiv, dass diese Hitze keinem normalen Feuer entsprang. Ebenso wie sie wusste, dass sie einen verhängnisvollen Fehler begangen hatte. Sie hätte in der Sicherheit ihrer Kammer bleiben sollen!
Die Stimme in ihrem Kopf sang triumphierend: Stirb, Prinzesschen, stirb! Isa schluckte trocken und arbeitete sich mit dem Rücken an der kühlen Steinwand der Burg weiter zurück. Höllenfeuer!, säuselte ihr Verstand. Dämonen, Monster und Krük konnten doch nur einem Höllenfeuer entspringen, oder? Sie hatte wahrlich keine Ambitionen, das herauszufinden, nur war sie leider nicht schnell genug. Just in dem Augenblick, als sie dachte, sie hätte es aus diesen unerträglich werdenden Temperaturen geschafft, tauchte am Ende des Ganges ein Krük auf. Isa erstarrte im Bruchteil von Sekunden zur Salzsäule. Wie hypnotisiert, war sie nicht fähig, den Blick von der immer näher kommenden Gestalt abzuwenden.
Der Krük bewegte sich mit der Präzision eines unverwundbaren Jägers auf sie zu. Reptilienaugen, rot wie Blut, in einem elbenähnlichen Antlitz, grau wie Stein, visierten sie. Die fahlen Lippen des Krük formten ein verzücktes Lächeln, das messerscharfe Zähne offenbarte. Dieses Geschöpf hatte einen kahlen Kopf, auf dem etliche Tätowierungen prangten, die denen Nikomas glichen. Ebenso rot wie die schrecklichen Augen war auch seine Kleidung.
Himmel. Nikoma, ich brauche dich, schrie sie gedanklich auf.
Wie überaus freundlich von dir, Tochter Fenmars, es mir so einfach zu machen, antwortete der Fremde säuselnd in ihren Gedanken.
Nikoma? Nun ich sehe deinen Beschützer Nikoma nicht, Prinzesschen. Sie konnte das Frohlocken der Stimme hören und Furcht fraß sich durch ihr Innerstes. Wie unhöflich, mich nicht vorzustellen. Mein Name ist Fenjier, stellte der Krük sich vor und verbeugte sich formvollendet. Im nächsten Moment reckte Fenjier seine Nase in ihre Richtung, sog genussvoll ihren Geruch ein. Dein Bukett ist leider nicht mehr ganz so ansprechend. Die Präsenz des Formwandlers in deiner Seele hat, fürchte ich, dein Blut ruiniert. Ein Jammer!, dröhnte die Stimme des Krük in ihrem Kopf. Er unterstrich seine Aussage mit einem theatralischen Seufzen und einem Schnippen seiner dolchartigen Fingernägel. Aber ich will ja nur ein kleines bisschen von dir kosten, bekannte er und lachte kurz auf, als hätte er einen Witz gemacht.
Du musst wissen, seine Finsternis mag keine verdorbene Ware.
Isa kämpfte verzweifelt gegen Panik und Angst an.
Nikoma wird jeden Moment hier sein, erwiderte sie stockend und ärgerte sich über ihre zitterige Stimme.
Nein, Prinzesschen. Nein! Dein Beschützer ist meilenweit weg. Amüsant, dass er ebenfalls auf der Jagd ist, so wie ich. Ein böses Lachen erklang. Nur dass meine Beute direkt vor meine Augen gelaufen ist. Du bist ganz alleine. Also zier dich nicht, Prinzesschen. Komm zu mir!, lockte seine Stimme betörend.
Obwohl sie nicht wollte, spürte Isa, wie ihre Füße sich zu Fenjier hin bewegten. Millimeter für Millimeter. Schritt für Schritt. Während seine klauengespickten Finger sie zu sich winkten, als wäre sie inmitten des Märchens Hänsel und Gretel gelandet. Verzweifelt kämpfte sie gegen seine Macht an. War das die Anziehungskraft, die man Vampiren zuschrieb? Isa hätte gerne darauf verzichtet, dieses Ohnmachtsgefühl am eigenen Körper erleben zu müssen. Ihr schien es, als leckten unsichtbare Flammenzungen an ihr. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Vorsichtig rutschte Limrick näher, um besser sehen zu können. Caja und Cal waren in einigem Abstand hinter ihm geblieben, denn drehte der Wind, wäre ihr Geruch und ihre Aura das Erste, was der Feind wahrnehmen würde. Verärgert schüttelte er seine lockige Haarpracht. Beklommen überlegte er, wie es so weit hatte kommen können, dass Ergen Erenin vom Feind umzingelt worden war? Es war ein schwacher Trost, dass die Moorguhls es niemals den Waldberg mit seinen vielen Brücken und seinen Hunderten an Toren emporschaffen würden.
Der Saum des Waldes würde auf ewig von ihrer Bosheit sowie ihren Feuern angeschlagen sein. Er konnte den Hohen Rat bis hierher singen hören. Leise, mit trauriger Melodie, woben sie ihren Schutzzauber um jeden Baum, jeden Strauch und jedes Lebewesen.
Was siehst du, Späher?, erklang Cajas liebreizende Stimme sanft wie ein Windhauch in seinen Gedanken.
„Elfenspie und Skrekbrutdreck“, entfuhr es ihm. Er besann sich jedoch sofort seines Anstandes und berichtete, wenn auch zögerlich, was seine Augen sahen und doch nicht glauben konnten. „Wir werden nicht nach Ergen Erenin gelangen können“, flüsterte er traurig.
Wir werden eine andere Lösung finden, tapferer Späher Limrick, erwiderte Cal voller Überzeugung, die den Elfenspäher hoffen ließ. Unter den übergelaufenen Dunkelelben stach eine menschliche Gestalt mit Haaren wie flüssiges Pech, welches von breiten, silbernen Strähnen durchwirkt war, hervor. Sie schien in seine Richtung zu blicken. Wie war das möglich? Sie konnte ihn nicht sehen, er war für ihre Augen zu gut getarnt. Selbst der Wind konnte weder seinen Geruch noch seine Geräusche zu ihr tragen.
Dennoch schien sie ihn direkt anzustarren.
„Das geht nicht mit rechten Dingen zu“, wisperte Limrick ungläubig und biss sich auf die ausgedörrten Lippen. Er bildete sich ein, ihre Stimme zu hören, lauschte angestrengt.
„Keiner hält mich auf, Spitzohr. Auch du nicht!“, dröhnte die fremde Präsenz unnatürlich laut in seinen Ohren. Ihr boshaftes Lachen ließ seinen Herzschlag fast stocken. Die Stimme drang bis in die letzte Pore seines Seins. Mit dem Zeigefinger fuhr sie sich quer über den Hals. „Du bist tot, Lim. Wie all die Deinen!“
Entsetzt zuckte er zusammen und robbte im Eiltempo zu den Einhörnern zurück. Woher wusste die Menschenfrau seinen Spitznamen? Noch nie in seiner ganzen Laufbahn als Späher der Elfenkrieger hatte er so eine Situation erlebt. Selbst die Einhörner hatten die Stimme der Fremden vernommen. Sie waren ratlos.
Das Böse hat sich ein menschliches Antlitz gesucht. Inschala, steh uns bei! Lasst uns nach Lichterwald zurückkehren und Hilfe nach Ergen Erenin schicken. Das Wichtigste ist jetzt, dass die Armee der Zwerge nicht in die feindlichen Reihen gerät, sagte Caja ernst.
„Dann werde ich nicht mit euch kommen, sondern sofort aufbrechen, wenn ihr erlaubt, Lady Caja?“, antwortete Limrick.
So sei es beschlossen, Späher. Steige auf meinen Rücken, unser Bruder, der Wind, wird für unser schnelles Vorankommen Sorge tragen, erwiderte Caja in seinen Gedanken.
Cal seufzte laut. So sei es denn. Ich werde einstweilen die schlechte Kunde nach Lichterwald tragen.

Inzwischen war das Atmen eine Qual und der Schweiß rann in dicken Tropfen über Isas Körper. Das zufriedene Grinsen in Fenjiers Antlitz wich mit dem ersten Rückwärtsschritt, der ihr unter Aufbietung all ihrer Kräfte gelang. Isa konnte spüren, wie der Krük vergeblich gegen die Mauer, die sie um ihre Gedanken und ihren Willen gebaut hatte, ankämpfte. Silelen wankte in ihren Händen hin und her.
Sieh an, sieh an. In dem Prinzesschen steckt weit mehr, als ich vermutet hatte. Dir gebührt mein Respekt Isandora, Sternenkind. Dennoch ist deine Mühe umsonst. Du gehörst mir, grollte der Krük gefährlich, während er zum Sprung ansetzte.
Gleichzeitig erwachte hinter ihr der Gang zum Leben.
Isa hörte unzählige Stimmen, das Getrampel von vielen näherkommenden Schritten. Waffengeklirr. Direkt neben ihr sog jemand entsetzt die Luft ein. Mit verächtlichem Blick und flatterndem Mantel entschwand Fenjier durch die Öffnung eines Fensters.
Wir sehen uns wieder, Prinzesschen!, grollte seine Stimme enttäuscht.
Isa begegnete den ungläubigen weit aufgerissenen Augen Lady Karas, die neben ihr zum Stehen gekommen war. Zitternd und am Ende ihrer Kraft, rutschte sie an der Wand entlang zu Boden. „Ihr wolltet weder Isa noch mir Glauben schenken, Kara. Traut ihr wenigstens euren eigenen Augen?“, hörte sie Rubenas bittere Stimme. Kara antwortete nicht. Stattdessen streckte sie Isa unaufgefordert die Hand entgegen, half ihr zurück auf die Beine.
„Inschala. Vergib mir, Isandora. Ich hätte euren Worten Glauben schenken sollen. Vielleicht wären dann meine Schwestern noch am Leben. Ihr sollt das Horn haben“, beteuerte sie mit aschfahlem Gesicht. Isa war unfähig zu antworten. Sie nickte der Anführerin der Amazonen knapp zu. Rubena riss ihre Freundin in die Arme und hielt sie einfach nur fest.
„Inschala sei Dank, du lebst. Wie hast du es nur geschafft, dich seiner Macht zu verwehren. Hast du überhaupt eine Ahnung …“
„Rubena, bitte“, schnitt sie der Amazone den Satz ab. „Ich bin völlig am Ende. Kannst du mich bitte einfach nur in mein Bett bringen?“
Rubena nickte wissend. „Natürlich. Bitte entschuldige“, sagte sie und stützte Isa mit ihrem Arm ab.
Nikoma wartete bereits dort. Während sie vollkommen erschöpft in die kühlen Laken ihrer Schlafstatt sank, verwies er Rubena wutentbrannt des Zimmers. „Ist dir eigentlich klar, dass du bereits eine kalte, blutleere, seelenlose Hülle sein könntest“, brüllte er sie an. Unsanft zerrte er sie aus dem Bett direkt vor den Spiegel.
„Aua!“, zischte sie empört.
Seine Finger hielten ihr Kinn erbarmungslos umklammert, zwangen sie, ihr Spiegelbild anzusehen. „Schön, du spürst noch etwas“, dröhnte seine Stimme gefährlich in ihr Ohr. „Sieh dich an, Zuckerschnäuzchen. Du bist vergänglich. Dein Leben ist vergänglich. Verdammt Weib, du hast Augenringe so groß wie die Teller der Zwerge. Deine Haut ist fast weißer als meine eigene. Ich …“
„Vielleicht bin ich Schneewittchen“, versuchte sie zu witzeln.
Nikoma drehte sie abrupt um, schubste sie derb mit dem Rücken gegen die Wand. „Ich bin mitnichten zu Späßen aufgelegt, Isandora. Du könntest tot sein … Du müsstest eigentlich tot sein! Fenjier ist ihr Meister, verstehst du! Der Meister der Krük. Ihm entkommt niemals eine Beute. Schon gar keine menschliche!“ Er hielt ihre Hände mit einer Hand über ihrem Kopf zusammen, stützte sich mit der freien Hand an der Wand ab. Noch nie waren seine Augen denen eines Vampirs ähnlicher, als in diesem Moment. Es würde sie nicht wundern, wenn diese Augen plötzlich Blitze schleuderten.
„Wieso kennst du den Namen dieses Dings“, hielt Isa trotzig dagegen.
„Wie kann man nur so schön und so verflucht einfältig sein. Willst du unbedingt sterben, Isandora Dorothea up Devlay MacLeod? Ist das dein Begehren?“, warf er ihr außer sich vor Zorn an den Kopf, das Gesicht nur Millimeter von ihrem entfernt.
„Wenn du versuchst, mich zu küssen, beiße ich zu!“, spie sie ihm entgegen. Sie konnte sehen, wie es in seinem Gesicht arbeitete. Er ließ ihre Hände los, als hätte er sich verbrannt. Dröhnendes Lachen brach aus ihm heraus, während sie ihn nur ungläubig anstarren konnte.
„Das ist es?“, presste er unter erneutem Lachen hervor. „DAS ist dein einziges Problem, Isandora?“, presste er heraus. Isa konnte sehen, wie er sich zur Ruhe zwang, indem er in der Kammer auf und ab ging. „Ja. Isandora. JA, verdammt. Ich begehre dich und JA ich würde so ziemlich alles tun, um noch einmal bei dir liegen zu können. Alles! Aber du willst mich nicht“, stellte er mit emotionsloser Stimme fest. „Ich mag ein liebeskranker Narr sein, Zuckerschnäuzchen, aber ich bin nicht dumm. Du hast Gefühle für mich, doch sie sind nicht groß genug …“
„Ich … es tut mir leid, Nikoma … Lass mich dir erklären“, unterbrach sie ihn zerknirscht. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie griff nach seinem Ärmel, versuchte, ihn festzuhalten, doch er schüttelte sie ab, wich vor ihr zurück.
„Nein, Weib. Komm mir nicht zu nahe. Ich brauche einen klaren Kopf. Geh schlafen“, knurrte er und stieß sie von sich. Unendlich traurig, ließ sie ihn aus dem Zimmer gehen. Der Knall der Tür, die ins Schloss fiel, kam ihr wie ein schlechtes Omen vor.


Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ich konnte euch einen kleinen Einblick in die weiteren Teile der Trilogie geben und euer Interesse wecken. Es gibt bei der Tour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr jeden Tag eine Frage beantworten, wo ihr ein Los sammeln könnt. Meine heutige Frage lautet: Was ist eure Meinung zu Trilogien? Lest ihr sie gerne oder findet ihr es unnötig?

Gewinnspielbedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Der oder die Gewinner erklären sich bereit mit der Teilnahme namentlich und öffentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
Für den Verlust über den Postweg wird keine Haftung übernommen. Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung der Gewinne möglich.


Falls ihr die Tour bisher verpasst haben solltet oder einzelne Beiträge nachlesen wollt, dann habe ich noch einmal den Tourfahrplan für euch in der Übersicht:


Montag, 05.10.2015
Interview mit Pia Guttenson
bei Nala von Selection Books

Dienstag, 06.10.2015
Vorstellung der Charaktere mit Zeichnungen
bei Astrid von  Letannas Bücherblog

Mittwoch, 07.10.2015
Besondere Orte der Geschichte in Schottland
bei Jens von Der Lesefuchs

Donnerstag, 08.10.2015
Völker & Wesen in Fenmar
bei Yvonne von Bücherfunke

Freitag, 09.10.2015
Ausblick auf Band 2 und Band 3 der Trilogie
heute hier bei mir


Ich freue mich, dass ihr heute dabei ward. Es gibt parallel zur Tour eine Facebook-Veranstaltung, wo es zwischendurch auch ein paar Infos von der Autorin und einige Vorstellungen gibt. Schaut doch hier mal rein.

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Reihen verlieren im Laufe der Zeit oft ihren Sinn und sind manchmal nur noch Aneinanderkettung von Ereignissen. Ein Buch ist manchmal etwas knapp bemessen und Duo klingt mit verlaub bekloppt. :D
    Deswegen habe ich gern Trilogien im Regal stehen und lese sie auch sehr gern. Außerdem ist drei eine keltische Zauberzahl, passt doch wohl zum steinernen Tor! :*

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  2. Hallöchen,

    es kommt darauf an. Wenn die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, bieten sich Trilogien an. Auch mag ich es wenn ich liebgewonne Charaskatere noch ein bisschen weiter begleiten kann. Natürlich habe ich viel zu viel angefangene Reihen, daher lese ich auch gern zwischendurch einen Einzelband. Ich ärgere mich auch oft, wenn die Geschichten einfach künstlich langgezogen wird um ja mind. eine Trilogie draus zumachen. Meistens ist es dann Band 2 der typische Zwischenband, wo nichts passiert. Aber es gibt auch tolle Trilogien wie Grischa, Tribute von Panem oder die Eleria-Trilogie von Poznanski.

    lg Chrissi

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  3. Moin Moin.

    Eine sehr schöne Frage, wie ich finde zum Abschluss dieser tollen Blogtour!

    Mittlerweile weiß ich wirklich abgeschlossene "Stand-alones" zu schätzen :D Anscheinend geht momentan nichts mehr in der Literatur ohne Fortsetzung, was ich sehr schade finde... mit Zweiteilern und Trilogien kann ich mich auch noch anfreunden, WENN denn die fortführende Teile nicht allzu lange auf sich warten lassen... 1 Jahr warten auf eine Fortsetzung finde ich ziemlich grausam!!! Und ich muss meistens die Vorbände noch einmal zumindest quer lesen, um wieder einigermaßen ins Geschehen zu kommen... dafür lese ich einfach zu viel und zu ähnliche Sachen :-/

    Und bei Mehrteilern ab 4 Büchern kommt es dann auch noch darauf an, ob mich die Reihe überhaupt interessiert, ob ein Ende in Sicht ist oder ob es sich um eine Endlosserie handelt. Viele Faktoren spielen da rein...

    Trilogien an sich mag ich aber doch schon ganz gerne ;-)

    LG aus Lübeck von der Kaddel :D
    (Katja Kaddel Peters /FB)

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  4. Ich bin ein großer Fan von Trilogien und wenn die Bücher gut geschrieben sind kann ich eh nicht genug bekommen . Der einzige Nachteil ist das man auf den nächsten Teil warten muss und nicht sofort weiter lesen kann :-)

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  5. Was für eine Frage .... und das nach diesen Ausschnitten aus den Büchern ... DIESE Trilogie ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden! Und sicher nicht nur einmal!
    Ansonsten kommt es sicher auf die Geschichte selbst an, wird die Geschichte über die drei Bände gespannt, so ist es ein Spannungsbogen, der einen natürlich zwingt alle drei Bücher zu lesen um zum Abschluss der Geschichte zu kommen. Ist jedes Buch für sich abgeschlossen, besteht kein unbedingter Zwang/Drang noch ein weiteres Buch zu lesen - dann kommt es ausschließlich auf die Schreibkunst an ...

    Liebe Grüße
    Sandra Donath

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  6. Hallo,

    ich mag Trilogien, da man liebgewonnen Figuren nach einem Band nicht schon Tschüss sagen muss und sie noch etwas länger begleiten kann.

    Liebe Grüße
    SaBine

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  7. Hallo!
    Also ich mag (mittlerweile) Trilogien...am liebsten, wenn bereits alle Bände zur Verfügung stehen und ich sie in einem Rutsch durchlesen kann :)

    Liebe Grüße
    Alexandra Georg-Dechart (FB)
    alexandra@georg-dechart.de

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  8. guten tag :)

    ich liebe trilogien....auch wenn man länger auf die folgebände warten muss...finde es spannend nicht zu wissen wie es im nächsten buch weiter geht :D

    liebe grüße
    janine
    janine.pelz@gmx.net

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  9. Huhuuuuuu,

    vielen Dank für den heutigen Blogtag und für die tollen Leseproben :D
    Jetzt bin ich noch neugieriger auf die Bücher und habe sie schon
    auf meiner Wunschliste stehen.
    Ich liebe Mehrteiler, oder große Buchreihen. Da freut man sich direkt nach dem lesen,
    auf den nächsten Teil :D Auch wenn man es fast nicht aushält, bis man endlich
    weiterlesen kann :P Ging mir eigentlich sehr oft so :D

    Lieben Gruß, Yvonne
    yvonne.rauchbach@freenet.de

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  10. Hallo,

    jetzt mag ich Trilogien. Aber am Anfang nicht so sehr, weil man immer ewig warten muß bis ein neuer Teil rauskommt.

    Gruß
    Monika B.
    lesetrine@gmx.de

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  11. Hallo ,

    Toller und interessanter Beitrag .Vielen Dank .
    Ich lese gern Trilogien weil man kann länger die Protagonisten durch die Geschichte
    begleiten und das macht die Geschichte spannend wenn man erst im nächsten Teil
    erfährt wie es weiter geht.

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  12. Hallo,

    ich mag Trilogien eigentlich sehr gerne, da wenn man Figuren einmal lieb gewonnen hat es sehr schön ist, wenn es mit ihnen weitergeht. Schlimm finde ich nur, wenn man so lange auf den nächsten Teil warten muss ;)

    LG (PPS13743@ku.de)

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  13. Hallo und vielen Dank für diesen schönen Abschluss der Blogtour! Ich liebe Trilogien - zumindest dann, wenn die Story stimmt. Dann finde ich es toll, wenn ich nach dem ersten Band mich noch auf weitere Abenteuer freuen kann. Außerdem finde ich, dass eine Trilogie viel tiefer in eine Geschichte eintauchen kann, als wenn eine Story nur aus einem Buch besteht. Und die Geschichte kann bei drei Teilen natürlich auch viel komplexer als bei nur einem Band sein.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  14. Hallo
    Ich finde Trilogien richtig toll. Dann muss man von tollen Charakteren nicht so schnell Abschied nehmen :)

    LG mareike

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  15. Ich liebe auch Trilogien sehr. Da werden die Protagonisten zu liebgewonnenen Freunden. Freunde die ihre eigene Geschichte erzählen.

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