Donnerstag, 26. November 2015

[Nadja] Keltische und alpinische Mythologie - Blogtour "Die Geschichtenerzählerin"



Keltische und alpinische Mythologie – Blogtour „Die Geschichtenerzählerin“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum vierten Tag der Blogtour „Die Geschichtenerzählerin“ von Stella Jante begrüßen. Gestartet hat die Tour bei Barbara, die euch die Reihe näher vorgestellt hat, bevor es dann bei Claudia mit den Charakteren weiterging. Gestern hat die Blogtour bei Katja Halt gemacht, die euch etwas zum Pantheon der fantastischen Geschöpfe, die im Buch eine Rolle spielen, erzählt hat. Heute möchte ich ganz allgemein auf die keltische und auch ein wenig auf die alpinische Mythologie eingehen.


Bereits um 700 v. Chr. erschien das keltische Volk und damit ihre Geschichten und Mythen. Das keltische Volk erreichte ihre Blütezeit bis zu dem Zeitpunkt, als Caesar Gallien eroberte. Das Siedlungsgebiet der Kelten erstreckte sich bis zu diesem Zeitpunkt von den Atlantikküsten bis zu den Karpaten, Irland und England bis zur Türkei, wobei auch Teile Spaniens und Oberitaliens keltisch waren. Durch die Eroberung der Römer und anschließend durch die Christianisierung, die ab dem 5. Jahrhundert einsetzte, wurden die Kelten jenseits des Kanals zurückgedrängt. Nur dort blieben ihre Mythen und Sagen unverfälscht. Diese Sagen und Mythen wurden zuerst von Mund zu Mund weitergeben bis Mönche anfingen im 5. Jahrhundert n.Chr. diese Sagen und Mythen aufzuschreiben. Im Hochmittelalter wurden diese Mythen- und Sagenstoffe von den fahrenden Sängern wieder aufgegriffen und transferierten diese Themen in ihre Welt. Typisch für diese Zeit sind die Geschichten rund um König Artus.

(Quelle: http://www.vampyrbibliothek.de/kelten/symbol-dateien/lebensbaum.gif)
Es gibt bei den Kelten lediglich drei Reiche: das Land, der See und der Himmel. Bäume sind die Verbindung zwischen Himmel und Land. Dadurch dass sie Wasser transportieren und zwar in beide Richtungen gilt der See als Vermittler.
Der Baum des Lebens ist eines der bekanntesten keltischen Symbole. Der Kosmos galt bei den frühen Kelten als riesiger Baum. Er ist ein Zeichen für die Balance zwischen den Welten, die Vereinigung von oben (hoch in den Himmel ragende Zweige) und unten (tief in der Erde vergrabende Wurzeln) und ein Symbol für Gleichgewicht und Harmonie. In seinen Zweigen und Ästen ist alles miteinander verbunden, was den Kosmos darstellen soll. In vielen Darstellungen wird der Baum des Lebens in einem Topf oder Kessel dargestellt, welches ein Symbol für die Mutter Erde ist.


Das keltische Kreuz besteht zusätzlich zu dem Kreuz, welches gleicharmig ist und die Jahreszeiten und Himmelsrichtungen darstellt, noch aus einem Kreis. Dieser Kreis symbolisiert die Brücke zu anderen Welten und zu größerer Weisheit. Die vertikale Achse stellt die spirituelle Welt und die horizontale Achse die physische Welt dar.


Labyrinthe und Irrgärten sind auch Symbole der keltischen Mythologie. Während es bei Labyrinthen einen definierten Pfad gibt, der sowohl hinein als auch wieder hinaus führt – es also keine Weggabelungen und Sackgassen gibt – ist es bei einem Irrgarten anders. Es gibt viele verschiedene Wege, verschlungene Pfade, die sich teilweise kreuzen. Gleichzeitig gibt es dort auch mehrere Aus- und Eingänge. Sackgassen symbolisieren Hindernisse, die überwunden werden müssen. Während also Irrgärten einen dazu herausfordern, das eigene Leben selbst zu gestalten und den Weg selbst zu wählen, ist die einzige Wahl eines Labyrinthes, ob man es betritt oder nicht.

Die Dreieinigkeit, die das Symbol der Triskele darstellt, spielt in der keltischen Mythologie eine große Rolle. In der Schöpferin der Welt, der Göttin, gibt es drei Aspekte, die je nach Auslegung als drei unterschiedliche Personen oder als die drei Seiten der weiblichen Schöpfungskraft dargestellt werden: Jungfrau, Mutter, Greisin. Ebenso ist diese Darstellung der Göttin eine Darstellung des Lebenszyklus, der aus Geburt, Leben und Tod oder auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft besteht. Auch kann das Symbol als Darstellung der drei Reiche Himmel, Land und See ausgelegt werden.  

Die Alpen sind ein Ort der Natur, wo sowohl die Gewalt der Natur und die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen stark aufeinander treffen. Es ist kein einfacher Lebensraum. Daher ist es nichts Ungewöhnliches, dass die Menschen andere Kräfte um Hilfe bitten. Durch Opfer und Rituale sollen die Urgewalten gebannt werden und die Götter gnädig gestimmt werden, beispielsweise wurde ein Ritual durchgeführt, um die Sonne im Frühjahr zu stärken oder es wurde um Fruchtbarkeit von Ackerbau und Viehzucht gebeten. Auch gibt es in den Alpen heilige Quellen und Orte, die einen Kraft spenden oder einem heilen sollen. Die Mythen um das ewige Eis, der „saligen“ Frauen und guten und bösen Mächten sind heutzutage immer noch bekannt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zeit von der Wintersonnenwende bis zur Dreikönigsnacht. In dieser Zeit steht das Geisterreich offen und es streuten einst Götter, Dämonen und Elfen umher.


Es gibt auch jede Menge Tiere und Pflanzen, die in der keltischen Mythologie eine größere Rolle spielen und immer wieder auftreten. Allerdings wurde euch da gestern bereits zu berichtet, ebenso wie es um die Geschöpfe der alpinischen Mythologie steht. Daher möchte ich dies an dieser Stelle belassen. Ich hoffe aber ich konnte euch einen kleinen Einblick in die keltische und alpinische Mythologie geben. Es gibt bei der Tour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:

5x1 E-Book im Wunschformat von Band 1 oder 2

Ihr könnt jeden Tag ein Los für den Lostopf sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Die heutige Tagesfrage lautet: War euch schon etwas von der keltischen oder alpinischen Mythologie bekannt? Wenn ja, was?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 28.11.2015 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Christiane vom Blog BookChrissi, die euch etwas zum Thema Geschichten erzählen erzählt. Den gesamten Blogtourfahrplan habe ich auch für euch noch einmal im Überblick:


Montag, 23.11.2015
Vorstellung der Geschichtenerzähler-Reihe
bei Barbara von Mein Leben

Dienstag, 24.11.2015
Die Charaktere
bei Claudia von Bücherjunky

Mittwoch, 25.11.2015
Das Pantheon der fantastischen Geschöpfe

Donnerstag, 26.11.2015
Keltische und alpinische Mythologie
heute hier bei mir

Freitag, 27.11.2015
Geschichten erzählen
bei Christiane von BookChrissi

Samstag, 28.11.2015
Interview mit Stella Jante
bei Christina von Chrissie's Bücherwelt

Sonntag, 29.11.2015
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe ihr seid morgen wieder mit dabei und euch hat mein Beitrag heute gefallen. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja



(Quellen: http://www.mythentor.de/kelten/startkelten.htm, http://www.vampyrbibliothek.de/kelten/symbole.htm, www.anderswelt.druidenwelt.de/goetter.html, http://www.3sat.de/page/?source=/specials/134105/index.html, http://alpenschau.com/2015/07/27/mythen-der-alpen-sagen-und-legenden-der-alpenregion/)


Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    ein sehr schöner Beitrag. Die keltische Mythologie war mir bisher unbekannt, auch dass Oberitalien in frühester Zeit keltisch war. Die Südtiroler Mythen sind mir ein wenig bekannt, wir waren oft in dieser Region im Urlaub. Dort treffen Urgewalten der Natur aufeinander. Die einfachen Bauerngehöfte haben es manchmal nicht leicht. Das Leben in den Bergen ist von harter Arbeit geprägt, vor allem noch Handarbeit. Ein heftiger Regenschauer kann schon mal zum Erdrutsch ausarten, bzw. Eine kompl. Heuernte zunichte machen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man dort sehr abergläubisch ist und höhere Mächte um Hilfe bittet.
    Liebe Grüße Bettina bettinahertz66@googlemail.com

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    1. Hallo Bettina, stimmt!
      Du kennst unser Land gut. Wer so in der oft harten Natur lebt, sieht sie als etwas Beseeltes an. Die Spuren dieses alten Weltbildes sind deutlich vielerorts bei uns zu finden.

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  2. Guten Morgen. :) Schöner Beitrag. Über die Kelten an sich wusste ich etwas, hier in der Nähe wurde vor ein paar Jahren ein Keltenfürst ausgegraben. Ich weiß auch, das die Kelten sehr verbreitet waren, und dass man wenig über sie weiß, da sie nicht viele Spuren hinterlassen haben. Über alpinische Mythologie habe ich vor dieser Blogtour nichts gewusst, aber ich komme aus dem flachen Norden, da hatte ich mit den Alpen keinen Kontakt. :)

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    1. Liebe Bel, was war mir bewusst, als ich die Geschichtenerzählerin schrieb. Wir haben eine reiche Sagenwelt hier, aber sie ist natürlich nicht so bekannt wie die keltische. Da ich mit diesen Sagen aufgewachsen bin, habe ich mich seit je her mit ihnen beschäftigt, Parallelen zum keltischen Weltbild erkannt und die Gelegenheit genutzt, sie in einem Roman zum Leben zu erwecken...

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  3. Mit Wort und Bild ist es dir gelungen, in einfachen Worten kurz die Geschichte der Kelten zu umfassen, die Symbolik und den Glauben der Kelten zu erklären und wie stark der Lebensraum in den Alpen das Weltbild der Menschen geprägt hat. Kompliment! Mit so einer Erklärung ist man natürlich für die Bücher der Geschichtenerzählerin mehr als nur gut gerüstet! Dankeschön!

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  4. Huhuuuuu Nadja,

    vielen Dank für den heutigen Beitrag :D
    War richtig interessant zu lesen.
    Ich kenne von der keltischen mythologie ein paar Dinge, wie zB.

    Eulen gelten als Symbol der Muttergottheit Rigani, in inselkeltischen Sagen ist Blodeuwedd nach ihrer Verfluchung durch Gwydyon zur Eule geworden.
    Und natürlich durch Asterix, die Comics, ist manchmal keltische Mythologie zu finden, besonders der Kessel, die goldene Hippe und die Mistelsuche des Druiden Miraculix.
    Mein Papa interessiert sich für die Kelten. Er hat immer versucht mir mehr in den Kopf zu bekommen, lachhh.

    Lieben Gruß, Yvonne

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  5. Hallo,
    von keltischer Mythologie habe ich hier und da schon in Bezug auf Irland gelesen. Leider sind die meisten Namen jedoch soo kompliziert, dass ich mir die nicht merken kann. xD
    Sonst kenne ich da nichts weiter.

    Alles Liebe
    Sophie

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  6. von der keltischen Mythologie habe ich selber auch bücher jedoch ewig schon nicht mehr reingelesen-weis nur das die keltischen steinkreuze damals immer eine bestimmte Bedeutung hatten und ob es heute noch so angewendet wird weis ich nicht?! Auch bei FB unter Jenny Siebentaler zu erreichen bin :-)

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  7. Sehr schöner Artikel, ich bin vor allem in die Symbole verliebt, und habe dafür eine eigene Webseite gemacht. Wer Lust hat kann gern auf http://keltischesymbole.de einmal vorbeischauen. Dort gibt es interessante Themen rund um die keltischen Symbole. VG Karsten

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