Freitag, 9. September 2016

[Nadja] Umgang mit Alkoholkonsum der Eltern und Gewalt in der Familie - Buchexpedition "Die Geisterclique von St. Josephine"



Umgang mit Alkoholkonsum der Eltern und Gewalt in der Familie – Buchexpedition „Die Geisterclique von St. Josephine“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum fünften Tag der Buchexpedition zu „Die Geisterclique von St. Josephine“ von Petra Teske begrüßen. Gestartet sind wir bei Sarah, die euch das Buch näher vorgestellt hat, bevor Petra, also die Autorin selber, euch etwas zu Geistern und Medien erzählt hat. Danach waren wir bei Jens zu Gast, der euch etwas zur Hitlerjugend erzählt hat, bevor es gestern dann bei Sarah um das Waisenhaus St. Josephine ging. Heute möchte ich euch etwas zum Umgang mit dem Alkoholkonsum der Eltern und der Gewalt in der Familie erzählen.


In „Die Geisterclique von St. Josephine“ ist die Mutter der Protagonistin Ella alkoholkrank – sie trinkt beinahe den ganzen Tag und Ella muss regelmäßig dafür sorgen, dass Nachschub da ist, weil ihre Mutter ihr sonst die Schuld gibt, dass sie sich nicht um sie kümmern würde. Aus schlechtem Gewissen und vielleicht auch aus Hilflosigkeit erfüllt sie ihren Wunsch, obwohl sie weiß, dass das ihrer Mutter nicht hilft und ein Entzug richtig wäre. Aber aus Erfahrung weiß sie auch, dass dieser nicht lange durchhält und ihre Mutter eh wieder zurückfällt. Daher kümmert sie sich weniger um sich selbst als um ihre Mutter.


Da Ellas Mutter beinahe nie nüchtern ist, ist es auch schwer möglich diese mit ihrem Alkoholkonsum zu konfrontieren, was in einem nüchternen Moment empfohlen wird. Ebenso wie man die Ursachen der Alkoholsucht vorher finden sollte, bevor man die Person damit konfrontiert. Ihre Mutter wird schnell impulsiv und auch gewalttätig, wenn auch nicht so schlimm, wie andere Erwachsene während des Alkoholkonsums. So gibt es häufiger Fälle von Gewalt innerhalb anderer Familien, die mit Alkohol verbunden ist. Doch der Missbrauch, den Ellas Mutter betreibt, ist eher seelischer Natur, da sie ihr immer die Schuld an ihrem Zustand gibt und nicht für sie da ist. Doch alles in Ella schreit nach der Liebe und Anerkennung ihrer Mutter, daher unterstützt sie den Konsum, obwohl sie weiß, dass das falsch ist. Noch schlimmer wäre es aber, wenn das Jugendamt oder eine andere Behörde auf ihre Familie aufmerksam werden würde.


Doch wenn der Alkohol dir das einzige Elternteil nimmt, dann kann das dazu führen, dass man auch als Kind oder Jugendlicher ebenfalls anfängt, zu trinken, um den Elternteil nah zu sein. Das sollte unbedingt vermieden werden. Man sollte sich Ablenkung von den Problemen daheim suchen und sich vielleicht mit Hobbies oder Freunden die Zeit zu vertreiben. Wichtig ist es, das Gegenüber nicht anzuschreien. Wenn man sich dann gar nicht mehr zu helfen weiß, sollte man Hilfe suchen und sich jemanden anvertrauen, der einen dann vielleicht an jemand weiterleitet, der einem helfen kann. Oder man zieht komplett die Reißleine, packt eine Tasche und verlässt die elterliche Wohnung mit Notfallnummern im Gepäck. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann bricht man dann, wenn man auf eigenen Füßen steht, den Kontakt komplett ab.


Ein weiteres Thema, was im Buch behandelt wird, ist Gewalt innerhalb einer Familie, denn Ellas Vater ist im Gefängnis, weil ihre Mutter ihn wegen häuslicher Gewalt angezeigt und das Verfahren gewonnen hat. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für häusliche Gewalt und nicht immer ist der Mann derjenige, der zu Gewaltausbräuchen neigt. Ein Grund dafür ist das Gefühl des Versagens aufgrund von Problemen am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit oder fehlender Hobbies. Überschüssige Energie und ein negatives Selbstbild führen dazu, dass man nur noch in der Ausübung der Gewalt, sich stark, überlegen und selbstbewusst fühlt. Weitere Gründe sind Ehekonflikte, wo der Mann durch schlechtere Kommunikationsfähigkeit besonders sensibel auf Kritik reagiert und diese dann nur durch Gewalt zu ihren Gunsten entscheiden können. Ebenso kann autoritäres und dominantes Verhalten und die Angst, dass ihr Partner sie betrügt, auch zu Kontrollsucht und Gewalt führen.


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in beide Themen geben. Es gibt auch etwas während der Expedition zu gewinnen und zwar folgendes:


Es kann jeden Tag ein Los gesammelt werden, indem die individuelle Tagesfrage beantwortet wird. Meine für heute lautet: Würdet ihr euch Hilfe suchen, wenn ihr Opfer von Missbrauch, Alkoholkonsum oder häuslicher Gewalt wärt? Warum oder warum nicht?

Teilnahmebedingungen:
Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
Ihr solltet euren Wohnsitz in Deutschland haben.
Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
Das Gewinnspiel endet 3 Tage nach dem letzten Blogtourbeitrag 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Yvonne von Yvi's kleine Wunderwelt, die euch Ella und die Geisterclique von St. Josephine näher vorstellt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:


Montag, 05. September 2016
Buchvorstellung
bei Sarah von Sunny's Bücherschloss

Dienstag, 06. September 2016
Plötzlich Medium und Geister
bei Petra von Mitternachtvampire

Mittwoch, 07. September 2016
Hitlerjugend
bei Jens von Der Lesefuchs

Donnerstag, 08. September 2016
Das Waisenhaus St. Josephine
bei Sarah von Sunny's Bücherschloss

Freitag, 09. September 2016
Umgang mit Alkoholkonsum der Eltern und Gewalt in der Familie
heute hier bei mir

Samstag, 10. September 2016
Ella und die Geisterclique von St. Josephine
bei Yvonne von Yvi's kleine Wunderwelt

Sonntag, 11. September 2016
Autoreninterview
bei Bella von Bella's Life


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja


(Verwandte Quellen: http://forum.gofeminin.de/forum/f159/__f1623_f159-Wie-geht-ihr-mit-euren-alkoholkranken-Mutter-Eltern-heute-um-als-erwachsene-Kinder-von-Alkoholikern.html, http://de.wikihow.com/Mit-einem-alkoholkranken-Elternteil-umgehen, http://www.kindergartenpaedagogik.de/40.html)

Kommentare:

  1. Morgen schön :-) und auch heute weiter mein Glück fürs Print versuche da ich keine Ebooks lesen kann!

    Ohne dies erlebt zu haben kann ich mir da kein Urteil bilden denn das macht glaube erst die Situation wenn ich sie erleben würde.....sollte ich jedoch solch ein Fall kennen würde ich den jenigen von mir aus sofort helfen wollen und alles mögliche tun, sofern der jenige auch die Hilfe möchte!!!

    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  2. Hallo, danke dir für deinen Beitrag!

    Zum Glück war ich noch nie in einer solchen Situation (schnell mal aufs Holz klopfe^^) Dennoch muss ich gestehen, dass ich vermutlich so lange wie möglich versuchen würde, es mit mir alleine auszumachen....Natürlich weiß man dass man sich professionelle Hilfe holen sollte, doch ich denke für viele fällt dieser erste Schritt ziemlich schwer...

    Liebe Grüße Kendra
    kendra-butterfly@gmx.de

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  3. Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Wenn ich Opfer von Missbrauch, Alkoholkonsum oder häuslicher Gewalt wäre
    würde ich versuchen mir Hilfe zu suchen aber sicher wäre es sehr schwer.
    Zum Glück bin ich bis heute kein Opfer geworden und hoffe das es auch so bleibt.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  4. Schwer zu sagen. Spontan würde ich ja sagen, aber wer weiß wie man sich in den jeweiligen Situationen dann tatsächlich verhalten würde?

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  5. Hallöchen!

    Ich würde mir immer Hilfe suchen, kein Kind hat es verdient in so einer Umgebung aufzuwachsen.

    LG Conny

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  6. Hallo,
    danke für deinen Beitrag. Ich hatte mal einen Vorfall als ich ca. 10 Jahre alt war. Auf dem Spielplatz hat ein älterer Mann die Kinder im Intimbereich angefasst. Bei mir wollte er das auch. Ich habe mich meiner Mama anvertraut und bin dann mit ihr zur Polizei gegangen. Ich würde es immer wieder tun.
    LG
    Anni

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  7. Hallo,

    ich würde mir Hilfe suchen, da ich ja aus der Situation raus möchte. Sowas wünscht man schliesslich niemanden.

    Lg Bonnie

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  8. Hallo,

    ja, ich würde mir auf jeden Fall Hilfe suchen, da niemand so etwas ertragen sollte und entsprechende Stellen einem auf jeden Fall sehr gut helfen könnten...

    LG (PPS13743@ku.de)

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