Montag, 13. Februar 2017

[Nadja] Lucy - Blogtour "Chiberra"



Lucy – Blogtour „Chiberra“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum zweiten Tag der Blogtour zum Buch „Chiberra“ von Dana Müller begrüßen. Die Tour ist gestern bei Ann-Sophie gestartet. Heute möchte ich euch die Protagonistin der Geschichte, Lucy, ein wenig näher vorstellen. Dazu habe ich ein Interview mit ihr geführt.


Hallo Lucy, danke, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast. Wie würdest du dich als Menschen beschreiben?
Lucy: Hallo Nadja, ich danke dir für das Interesse an meiner Person. Sich selbst zu reflektieren ist nicht immer so einfach. Ich versuche es mal: Ich bin ein bisschen introvertiert. Gehe Ärger lieber aus dem Weg und bin oft in meine Träume versunken, was daran liegen mag, dass ich in meiner Familienkonstellation nicht viel zu melden habe. Manchmal wünschte ich, etwas mehr Selbstbewusstsein zu besitzen.

Wo du auf deine Familienkonstellation zu sprechen kommst: Was ist an deiner Familie so besonders? Wie kommst du mit ihnen so klar?
Lucy: Es ist nicht immer einfach. Meine Eltern sind echte Workaholics, somit selten da. Was nicht immer einfach ist, gerade wenn sich meine älteste Schwester Evelyn mal wieder auf mich eingefuchst hat. Gäbe es sie nicht, wäre einiges einfacher für mich. Nein, streich das wieder. Sowas darf man nicht einmal im Ansatz denken. Wie drücke ich das nur besser aus? Also gut, Evelyn wirkt sehr selbstbewusst. Wenn sie etwas will, dann bekommt sie das in der Regel. Ein bisschen habe ich das Gefühl, dass sie Molly auf ihre Seite gezogen hat. Molly ist nur ein Jahr älter als ich und kann sich Evelyn irgendwie nicht entziehen. Manchmal habe ich den Eindruck, sie hätte Angst vor ihr. Aber ich kann leider nichts dagegen machen. Was auch immer ich sage, Evelyn steuert dagegen. Oft stellt sie was an und schiebt es mir dann in die Schuhe. Sie ist ein echter Tyrann.

Das klingt nicht gerade einfach. Was gibt dir denn die Kraft durchzuhalten? Hast du sowas wie ein Kraftquell oder einen anderen Menschen, der für dich da ist?
Lucy: Also vor Chiberra war ich damit ganz alleine. Doch als ich in dieser fremden Welt gelandet bin, gab es plötzlich Menschen, die sich zwischen mich und meine Schwester gestellt haben. Das war ganz neu für mich und es hat etwas mit mir gemach. Es hat mir Mut geschenkt, nicht alles einfach hinzunehmen und mein Potential zu erkennen. Vor Chiberra galt es immer nur den Tag zu überstehen.

Was hat sich noch alles für dich in Chiberra verändert? Was war dein erster Eindruck dort? Wie hast du dich gefühlt?
Lucy: Erst dachte ich, ich wäre ertrunken und im Paradies gelandet. Immerhin bin ich ins Meer gefallen und von einem Licht verschluckt worden. In Filmen und Büchern ist meistens die Rede von diesem Licht, in das Geister gehen sollten, um unsere Welt zu verlassen. Ich war mir ziemlich sicher, den Sturz nicht überlebt zu haben. Ich war durchnässt und geschwächt. Dann tauchte Joris auf. Er half mir, was mich in meinem Glauben bestärkte. Mir half sonst niemand. Er wirkte auf mich ziemlich machohaft, was ich an Jungs eigentlich überhaupt nicht mag. Aber irgendetwas hatte er an sich, das mich an ihm reizte. Er nahm mich mit in sein Dorf.
Und dann überschlugen sich die Ereignisse. Ich lernte seinen Vater kennen und erkannte schnell, dass die beiden kein besonders gutes Verhältnis miteinander hatten. Außerdem traute ich meinen Augen nicht, als ich sah, wie sämtliche Teller und Becher vom Tisch abhoben.
Wenn ich mich recht erinnere, war das meine erste Begegnung mit der Besonderheit Chiberras. Sie redeten über einen seltsamen Baum, der die Gedanken schützen sollte.
Joris beschloss auf eine Rettungsmission zu gehen, aber ich sollte im Dorf bleiben.
Doch es kam anders, denn sein Vater schickte mich hinterher und ehe ich mich versah, was ich ein Teil dieser Mission.
Ich war völlig überfordert, aber irgendwas war mit meinen Gefühlen passiert, denn für mich gab es nur noch Joris, der wichtig war. Später erfuhr ich, warum das so war. Denn das passte nicht zu mir. Ich bin kein Mensch, der sich einfach so verknallt.
Im Übrigen lachte man mich aus, weil ich dachte, das wäre das Paradies.

Das klingt sehr aufregend und gefährlich, aber wie es scheint, hast du dich eingelebt. Wie hat Chiberra dich verändert? Und wie fühlst du dich nun nach all den Ereignissen?
Lucy: Ich fand meinen Platz im Leben. Das war ein hartes Stück Arbeit. Vor allem, nachdem ich mein ganzes Leben lang von Evelyn unterdrückt worden war. Als sie und Molly plötzlich in meiner neuen Welt auftauchten, war ich verwirrt und ehrlich gesagt, ein bisschen enttäuscht. Ich dachte, Evelyn niemals entkommen zu können. Doch irgendwie kam alles anders. Mein Selbstbewusstsein blühte immer mehr auf. Mit jeder Gefahr, der ich begegnete, fühlte ich mich stärker. Und Gefahren gibt es auf Chiberra genug. Außerdem waren da noch meine neuen Freunde - Joris und der Rettungstrupp. Sie alle waren mir eine große Hilfe. Ja, es gab auch diesen einen furchtbaren Moment, in dem sich alle von mir abwandten, aber darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen. Im Großen und Ganzen waren sie meine Therapeuten. Zum ersten Mal in meinem Leben traute ich mich, nicht auf Evelyns Sprüche mit Rückzug zu reagieren. Außerdem veränderte sich Molly. Sie gab mir das Gefühl, tatsächlich ihre Schwester zu sein. Als hätte jemand dieses gemeine Band zwischen ihr und Evelyn eingerissen.
Heute blicke ich voller Stolz zurück. Es gab schlimme und furchtbare Momente, die ich für meine Verhältnisse ganz gut gemeistert habe. Und es gab Augenblicke, die ich am liebsten in Stein meißeln würde, weil sie so wundervoll waren. Heute bin ich ein neuer Mensch, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Ein Mensch, der wichtig ist für die Gemeinschaft. Wie wichtig, das hätte ich mir niemals träumen lassen.

Das klingt doch schön. Danke, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast. Aber eine letzte Frage: Wo wirst du in Zukunft leben? Daheim oder in Chiberra?
Lucy: Erst einmal bleibe ich auf Chiberra. Vielleicht werde ich irgendwann mal zurückgehen, um nach unseren Eltern zu sehen. Ich weiß ja jetzt, wie ich zurückkomme. Aber vorerst genieße ich mein neues Leben hier in meiner Wahlheimat.


Ich hoffe, ihr konntet Lucy ein wenig näher kennenlernen. Es gibt während der Blogtour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:



Es kann jeden Tag ein Los für den Lostopf gesammelt werden, indem man die individuelle Tagesfrage in den Kommentaren beantwortet. Meine für heute lautet: Wie ist euer erster Eindruck von Lucy?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. Das Gewinnspiel endet am 18.02.2017 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Claudia vom Blog Bücherjunky, die euch etwas zu Mobbing in der Familie erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:


Sonntag, 12. Februar 2017
Chiberra

Montag, 13. Februar 2017
Lucy
heute hier bei mir

Dienstag, 14. Februar 2017
Mobbing in der Familie
bei Claudia von Bücherjunky

Mittwoch, 15. Februar 2017
Bermudadreieck
bei Christiane von BookChrissi

Donnerstag, 16. Februar 2017
Chiberra und die Bluxbäume

Freitag, 17. Februar 2017
Die Gaben in Chiberra
bei Michéle von Elchi's World of Books

Samstag, 18. Februar 2017
Fremde Dimensionen
bei Annika von Anduria Recca

Sonntag, 19. Februar 2017
Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    das Lucy bis dato kein leichtes Leben geführt hat..immer unter der Fuchtel ..im Schatten ihrer, großen Schwester Evelyn und dann schafft sie es nach Chiberra...und da wird ihr Leben wieder in neue Bahnen gelegt....zu eigenständigen Handeln/Verantwortung usw.

    Schwierig das alles, aber es vermittelt Lucy ein neues, besseres Lebensgefühl und Bild ihrer Umgebung und das zählt doch denke ich mir auch für Lucy .....das sie ihr eigenes Leben führen kann und wird.

    Also sehe ich für Lucy positiv in die Zukunft...sie wird es schaffen und alles wird irgendwann auch gut für sie!!

    LG..Karin...

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  2. Sie ist eher ruhig,verträumt äußert oder wehrt sich nicht gerne von selbst und doch ziemlich in sich gekehrt ist aufgrund deswegen weil sie eben in der familie doch wie ich finde unterdrückt wird und im schatten ihrer Schwester steht- doch ich glaube das sie mutiger ist als sie denkt und sich vieles zu trauen kann und auch möchte und es allen noch zeigt! :-D

    Gerne weiter mein Glück fürs Print versuche......

    LG Jenny

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  3. Ein schüchternes Mädchen, was mir auf den ersten Eindruck sehr sympathisch ist.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. huhu

    ich finde sie sehr sympatisch nicht arrogant einfach ool :)

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  5. Huhu,

    mein erster Eindruck von Lucy ist das sie eine introvertierte und sympatische Person ist die schon viel durchmachen musste.

    Liebe Grüße

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  6. Hallo,

    ich finde, dass Lucy ein schüchternes, aber mir sehr sympathisches Mädchen ist.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  7. Hallo,

    mein erster Eindruck von Lucy ist sehr gut und ich glaube, dass ich mich gut mit ihr identifizieren könnte :)

    LG

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  8. Hallo und vielen Dank für dieses schöne Lucy-Interview. Lucy macht auf mich einen sehr sympathischen Eindruck. Sie ist nicht von sich eingenommen, sondern beobachtet sich und ihr Umfeld sehr genau. Und sie scheint in Chiberra richtig aufzublühen.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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