Donnerstag, 30. März 2017

Kinder - Blogtour "Schneegestöber und Herzgewitter"



Kinder – Blogtour „Schneegestöber und Herzgewitter“


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum vierten Tag der Blogtour zum Buch „Schneegestöber und Herzgewitter“ von Nicole S. Valentin begrüßen. Die Tour ist bei Alexandra gestartet, die euch das Buch und die Autorin näher vorgestellt hat, bevor es bei Michaela um den Vertrauensbruch in Beziehungen geht. Danach hat euch Silvia etwas über Patchwork-Familie erzählen. Heute geht es bei mir um Kinder, vor allem um Anlaufstellen für diese, wenn sie diese benötigen.


Kinder sind unsere Zukunft, aber für uns Erwachsene erfordern sie auch jede Menge Arbeit, Aufmerksamkeit und Liebe. Jedes Kind ist anders und in der Gesellschaft heutzutage wird man nicht unbedingt jedem Kind gerecht. Deshalb gibt es Organisationen und Einrichtungen, die Kindern oder Jugendlichen helfen, die Hilfe benötigen, sei es weil sie nicht weiter wissen oder besondere Bedürfnisse haben.

In unserer Geschichte ist Leon Steinbach, einer der beiden Protagonisten Mitgründer und Leiter einer solchen Einrichtung, die sich „Fuchsbau“ nennt. Dort bekommen Kinder und Jugendliche die Unterstützung, um ihr Leben normal zu leben und in den Griff zu bekommen.
Aber sie bieten nicht nur Unterstützung, sondern auch einen Zufluchtsort, falls dieser benötigt wird. So findet in unserer Geschichte ein Jugendlicher Zuflucht im „Fuchsbau“ vor seinem Vater, der ihn schlägt und ein Alkoholproblem hat. Dieser Vater hat nicht unbedingt Verständnis dafür und möchte seinen Sohn unbedingt zurück, doch dafür sind die Erwachsenen in der Einrichtung zuständig, denn sie lassen diese gar nicht erst zu den Kindern.


Natürlich ist es vom Gesetzgeber her nicht unbedingt so einfach, in solchen Einrichtungen dauerhaft zu bleiben, deshalb gibt es das Kinder- und Jugendschutzgesetz, nachdem genau definiert ist, ab wann ein Kind Hilfe bekommt und wann nicht:

„(1) Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. Sie sind in geeigneter Weise auf ihre Rechte im Verwaltungsverfahren sowie im Verfahren vor dem Familiengericht und dem Verwaltungsgericht hinzuweisen.
(2) Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden.
(3) Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Beratung ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten, wenn die Beratung auf Grund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist und solange durch die Mitteilung an den Personensorgeberechtigten der Beratungszweck vereitelt würde. § 36 des Ersten Buches bleibt unberührt.“
(Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/BJNR111630990.html)


Und umfassen tut das Gesetz folgende Leistungen:
(1) Die Jugendhilfe umfasst Leistungen und andere Aufgaben zugunsten junger Menschen und Familien.
(2) Leistungen der Jugendhilfe sind:
1. Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§§ 11 bis 14),
2. Angebote zur Förderung der Erziehung in der Familie (§§ 16 bis 21),
3. Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege (§§ 22 bis 25),
4. Hilfe zur Erziehung und ergänzende Leistungen (§§ 27 bis 35, 36, 37, 39, 40),
5. Hilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und ergänzende Leistungen (§§ 35a bis 37, 39, 40),
6. Hilfe für junge Volljährige und Nachbetreuung (§ 41).
(3) Andere Aufgaben der Jugendhilfe sind
1. die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen (§ 42),
2. die vorläufige Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach unbegleiteter Einreise (§ 42a),
3. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Pflegeerlaubnis (§§ 43, 44),
4. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung sowie die Erteilung nachträglicher Auflagen und die damit verbundenen Aufgaben (§§ 45 bis 47, 48a),
5. die Tätigkeitsuntersagung (§§ 48, 48a),
6. die Mitwirkung in Verfahren vor den Familiengerichten (§ 50),
7. die Beratung und Belehrung in Verfahren zur Annahme als Kind (§ 51),
8. die Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz (§ 52),
9. die Beratung und Unterstützung von Müttern bei Vaterschaftsfeststellung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen sowie von Pflegern und Vormündern (§§ 52a, 53),
10. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Erlaubnis zur Übernahme von Vereinsvormundschaften (§ 54),
11. Beistandschaft, Amtspflegschaft, Amtsvormundschaft und Gegenvormundschaft des Jugendamts (§§ 55 bis 58),
12. Beurkundung (§ 59),
13. die Aufnahme von vollstreckbaren Urkunden (§ 60).
(Verwandte Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/BJNR111630990.html)

Angeboten werden neben natürlich Kinder- und Jugendbetreuung, die auch dauerhaft in Wohngemeinschaften stattfinden kann, Pflegekräfte, die sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen kümmern und die Eltern unterstützen können, Hilfe in verschiedenen Lebenssituationen. Da diese meist von verschiedenen Organisationen geführt werden, muss man genau schauen, wo man hingeht, aber es gibt auch ein Notfalltelefon für solche Dinge oder ein zuständiger Sozialarbeiter, sollte es schon vorher Probleme in der Familie geben.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig über Kinder erzählen und welche Hilfe sie beanspruchen können. Es gibt während der Blogtour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:


2x1 Überraschungspaket

Es kann jeden Tag ein Los gesammelt werden, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet wird. Meine für heute lautet: Würdet ihr in einer Kinder- und Jugendeinrichtung Schutz oder Hilfe suchen, wenn ihr es benötigen würdet?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. Das Gewinnspiel endet am 2.4.2017 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Barbara von Mein Leben, die euch etwas zu Taubheit und Gebärdensprache erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:

Montag, 27. März 2017
Nicole S. Valentin und ihr Buch „Schneegestöber und Herzgewitter“
bei Alexandra von Lesebuch

Dienstag, 28. März 2017
Vertrauensbruch in Beziehungen
bei Michaela von Bücherschmöcker

Mittwoch, 29. März 2017
Patchwork-Familie
bei Silvia von Lesesucht

Donnerstag, 30. März 2017
Kinder
heute hier bei mir

Freitag, 31. März 2017
Taubheit und Gebärdensprache
bei Barbara von Mein Leben

Samstag, 01. April 2017
Kann eine Liebe erneut aufflammen?
bei Ricky von Tasty Books

Sonntag, 02. April 2017
Beziehung
bei Claudia von Bücherjunky

Montag, 03. April 2017
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Ich glaube als Kind/Jugendlicher eher nicht- würde da erst einmal auf Familie/Verwandte oder andere Personen zu gehen wollen und an eine Einrichtung würde ich wohl auch wenns drauf ankommt nicht denken!
    LG Jenny

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  2. Hallo und guten Tag,

    auch wenn ich aus diesem Alter schon raus bin.....ja würde ich, denn ich möchte nicht auf der Straße leben müssen wenn es egal von welcher Seite es im Elternhaus Probleme gibt.

    Ebenso wie ich ins Frauenhaus gehen würde, wenn es daheim schwere Probleme gibt.

    LG..Karin..

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  3. Vielen Dank für den tollen Beitrag. Leider schauen viele Menschen immer noch weg wenn es im Misshandlung bei Kindern geht und viel zu oft schliesst vor allem das Jugendamt noch die Augen bis es zur Katastrophe kommt. :( Ich finde es sehr gut das es solche Einrichtungen gibt. Schade finde ich nur das eine Mehrzahl davon sich selbst finanzieren muss ohne Unterstützung vom Staat zu erhalten....Hinzu kommt wohl auch das viele betroffene Kinder und Jugendliche gar nicht wissen wo sie sich hinwenden sollen wenn sie zu Hause so etwas erleben. Genau so würde es mir wohl im ersten Augenblick gehen wenn mir sowas widerfahren würden. Als Erwachsener kann man schnell sagen ja würde ich auf jeden Fall. Doch als Jugendlicher bzw als Kind hat man ja auch oft eine Menge Angst so das es sicher schwer ist über sein Schatten zu springen und Hilfe zu suchen. Wenn ich als Kind/Jugendlicher genug Mut aufbringen würde dann ja. LG Doreen

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  4. Wenn ich es wirklich müsste, ja.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  5. Hallo,

    ich würde auf jeden Fall bei Bedarf Hilfe suchen, da ich denke, dass diese Einrichtungen gerade dafür ja da sind :)

    LG

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