Sonntag, 9. April 2017

Das Geheimnis der Madame Yin - Nathan Winters [Rezension]



Rezension – Das Geheimnis der Madame Yin – Nathan Winters




Titel: Das Geheimnis der Madame Yin
Originaltitel: Das Geheimnis der Madame Yin
Autor: Nathan Winters
Verlag: Pro-Talk Verlag
Genre: Crime, Historical, Thriller
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 410 Seiten
Preis: 14,90€
ISBN: 9783939990345





Sie hatte geträumt, von einer Blumenwiese aus roten Rosen und weißen Margeriten. Alles war hell, das Sonnenlicht bracht durch die Wipfel der Bäume und ließ die Blüten in allen Farben erstrahlen.

1877: Die Pinkerton Detektivin Celeste Summersteen reist mit der jungen Dorothea Ellingsford von Chicago nach London. Vordergründig soll sie das Mädchen zu ihrer Familie zurückbringen, doch ihr wirklicher Auftrag ist heikler: Eine von Dorotheas Freundin­nen wurde ermordet und die Detektivin soll nun den Mörder finden, da Dorothea selbst in Gefahr sein könnte.
Allerdings gestalten sich die Ermittlungen schwierig: Das Mädchen schweigt beharrlich und die einzigen Hinweise auf den Mörder sind ein Stück Stoff und eine Haarlocke, die im Mund der Toten gefun­den wurden. Dann findet man die Leiche der Opium­königin des East End in der Themse.
Auf der Suche nach Antworten muss Celeste tief in das verderbte Herz Londons vordringen und dabei ihr eigenes Leben riskieren. Dabei ist Inspector Edwards von Scotland Yard, der ihr bei den Ermittlungen hel­fen soll, alles andere als eine Hilfe. Der hartgesottene Polizist mag es nicht, wenn sich Amateure und dann auch noch weibliche, in seine Arbeit einmischen.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht verschiedener Personen, allen voran aus Sicht von Celeste Summersteen.
Celeste Summersteen ist Pinkterton Detektivin, was für viele Männer, allen voran ihr Chef, ein Dorn im Auge ist. Sie ist eine Frau und hat entsprechend zu heiraten und die gefährlichen Aufgaben den Männern zu überlassen. Aber sie ist klug, mutig, selbstbewusst, stark und eigensinnig, weshalb sie diesen Weg trotz des Widerstandes geht. Sie ist eine Frau, die ihrer Zeit voraus ist.
Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar, ebenso die der anderen Charaktere. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich alle Charaktere weiter, stoßen an ihre Grenzen und müssen über sich hinaus wachsen.

Die Geschichte fängt den Zeitgeist der Zeit ein, ohne zu überdramatisieren oder das Frauenbild, welches Celeste verkörpert, in den Dreck zu ziehen. Es ist eine Geschichte über Familie, Liebe, falsche Entscheidungen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese ist spannend, dramatisch, emotional und actionreich. Aber die Geschichte bietet auch einen spannenden, atmosphärischen, gut recherchierten Schauplatz namens London. Man hat das Gefühl, Teil dieser Zeit zu sein, ohne zu sehr in historische Fakten abzuschweifen. Daher konnte mich das Buch auch von Beginn an fesseln und mitreißen, auch wenn die Ermittlungen zu Beginn etwas schleppend vorangehen. Es gibt während der Geschichte überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen.

Ein gelungener Roman in Londons Vergangenheit mit einer Protagonistin, die ihrer Zeit voraus scheint, der mich wirklich gut unterhalten und mitreißen konnte, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag und dem Autoren für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, denn es wirkt atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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