Freitag, 5. Mai 2017

Patchworkfamilien - Blogtour "Hollerbrunn"



Patchworkfamilien – Blogtour „Hollerbrunn“


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum vierten Tag der Blogtour zum Buch „Hollerbrunn“ von Tina Skupin begrüßen. Die Tour ist bei Michéle gestartet, die euch das Buch und die Autorin näher vorgestellt hat, bevor es bei Rebecca um Frau Holle ging. Gestern hat Steffi um Verlust. Heute möchte ich euch etwas zu Patchworkfamilien erzählen, insbesondere zu der in unserer Geschichte. 


Der Vater von Pegg und Marie hat schon immer zwei Frauen geliebt, mit beiden hat er je ein Mädche gezeugt. Die eine Frau hat er geheiratet, die andere Frau hat das Kind großgezogen mit gelegentlichen Besuchen des Vaters.
Maries Mutter ist vor kurzem gestorben, weshalb ihr Vater nun die andere Frau Desiree mit Pegg ins Hollertal bringt, um all seine Kinder zusammen zu haben und nur noch eine Familie zu haben. Für Marie ist das ein Eingriff in ihrem Leben, vor allem fällt es ihr schwer Desiree als ihre neue Mutter zu akzeptieren, da sie so ganz anders als ihre eigene Mutter ist. Desiree ist Anwältin, während ihre Mutter die Seele und die Gastwirtin des Adlerhofes war. Das hat sie auch an Marie weitergegeben.
Pegg muss Berlin verlassen und in das ländliche Hollertal ziehen. Sie hat weniger Probleme damit Marie zu akzeptieren, als die neue Umgebung und damit die neuen Aufgaben. Pegg ist eher jemand, der sich in dem Schutz der anonymen Großstadt wohlfühlt.


An sich ist es nichts ungewöhnliches, dass Kinder aus verschiedenen Familien plötzlich aufeinandertreffen, wenn sich ein Mann und eine Frau ineinander verlieben und zusammenziehen, die vorher bereits eine Familie hatten. Dass das eine neue Situation für alle ist, ist natürlich vollkommen verständlich. Es kann Ablehnung geben, da mindestens einige Kinder aus dem gewohnten Umfeld gerissen und dementsprechend auch aus dem Freundeskreis. Ebenso möchte man das neue Elternteil nicht unbedingt annehmen, denn man hatte ja schon ein Vater oder eine Mutter, die vielleicht sogar noch lebt, nur nicht mehr bei einem wohnt.
Es erfordert also Toleranz, Feingefühl und einfach Zeit, damit sich alle Beteiligten an die neue Situation gewöhnen. Man kann dazu auch sich Hilfe von Familienberatern oder anderen Außenstehenden holen, die versuchen, die Familien zusammenzuführen, wenn man Schwierigkeiten bekommen sollte. Im Idealfall passiert das zwar alles von selbst, aber man kann nicht ausschließen.


Somit treffen in unserer Geschichte zwei Familien aufeinander, die bisher ein ganz unterschiedliches Leben gelebt haben. Deshalb ist es nicht gerade einfach, dass zwei dieses alte Leben aufgeben, um ein anderes Leben zu leben. Daher kommt es zu Schwierigkeiten und Streit. Ob es beide Familien es schaffen, zusammenzufinden, da ja auch der gemeinsame Vater von Pegg und Marie dieses Anliegen hat, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Es ist auf jeden Fall nicht einfach, auf die Gefühle und Bedürfnisse aller Rücksicht zu nehmen. Aber es ist wichtig, dass jeder Beachtung findet und in einer Patchworkfamilie nicht untergeht.


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Thema Patchworkfamilie in Bezug auf unsere Geschichte geben. Morgen geht die Blogtour weiter bei Tanja vom Blog Buchstaebliches, die euch etwas zu Sagen und Legenden der Alpenwelt erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es hier noch einmal in der Übersicht:

Dienstag, 02. Mai 2017
Hollerbrunn – das Buch
bei Michéle von Elchi's World of Books

Mittwoch, 03. Mai 2017
Die Figur der Frau Holle
bei Rebecca von Lesemaus87

Donnerstag, 04. Mai 2017
Verlust als Jugendlicher
bei Steffi von Leseengels Buchblog

Freitag, 05. Mai 2017
Patchworkfamilien
heute hier bei mir

Samstag, 06. Mai 2017
Sagen und Legenden der Alpenwelt
bei Tanja von Buchstaebliches

Montag, 08. Mai 2017
Geliebt und Gehasst: Geschwister
bei Myna von Myna Kaltschnee


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

1 Kommentar:

  1. Ich selbst wäre keine Person die eine Patchwork Familie gründen würde wollen, würde mich auch ungerne auf sowas einlassen wollen, da ich zugerne einfach mit meiner Tochter alleine lebe, und es so sehr genieße!

    VLG Jenny

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