Freitag, 7. Juli 2017

Die verborgene Schönheit der Sterne - Karen Hilgarth [Rezension]



Rezension – Die verborgene Schönheit der Sterne – Karen Hilgarth




Titel: Die verborgene Schönheit der Sterne
Originaltitel: Die verborgene Schönheit der Sterne
Autor: Karen Hilgarth
Verlag: Pro Talk Verlags GmbH
Genre: Drama, Romance
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 305 Seiten
Preis: 8,99€
ASIN: B071NZRPH9




Zeit und Universum begannen im selben Augenblick. Aber wie muss ein einziger Tag sein, damit er später ganz eindeutig als Beginn von etwas Großem, aber auch erschreckend Endgültigem erkennbar ist?

Liebe ist ein großer Bestandteil des Lebens. Liebe bringt Menschen zusammen. Die Liebe zweier Menschen ist stark genug, um bösen Kräften wie Tod und Krankheit zu trotzen. So wird es zumindest in vielen Geschichten und Filmen proklamiert. Schicksalsschläge beeinflussen unsere Beziehung zu vertrauten Menschen, zu unserer Umwelt, aber vor allem zu uns selbst.
Glücklich verheiratet mit dem Astrophysiker Leonhard scheint Martinas Leben seinen gewohnten Lauf gefunden zu haben. Doch eine Zufallsbekanntschaft mit dem katholischen Priester Jarek ist Auftakt für einen Riss in ihre sonst perfekt erscheinende Realität. Von Gewissensbissen begleitet, beginnen die beiden trotzdem eine heimliche Liebesbeziehung. Diese findet jedoch ein jähes Ende, als Leonhard unheilbar an Krebs erkrankt.
Von einem Augenblick auf den anderen sieht sich Martina einer komplizierten Situation gegenüber, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Aber damit ist sie nicht alleine: Sowohl Jarek als auch Leonhard erlangen für sich neue Erkenntnisse, die den beiden neue Horizonte eröffnen.
Eine herzergreifende Geschichte über das Leben und seine Tücken, über die Suche nach dem eigenen Selbst in einer Welt, in der Wissenschaft und Religion, Vernunft und Glaube um die Vorherrschaft ringen.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht verschiedener Personen.
Eine davon ist Martina, die glücklich verheiratet ist und ihren Job als Sozialarbeiterin gerne macht. Leonard war ihre erste und große Liebe, deshalb hat es das Leben gut mit ihr gemeint, denn sie sind noch schon lange Zeit zusammen. Doch irgendwie sind sie beide auch in ihrem Leben und ihrem Beruf stecken geblieben, denn Familienplanung ist nie ein großes Thema zwischen den Beiden, und sie konzentrieren sich eher auf ihre Arbeit. Sie ist fürsorglich, emotional und hilfsbereit.
Leonard ist Astrophysiker und ziemlich gut in seinem Fach, weshalb er unbedingt noch etwas Bedeutsames in Genf mit dem Teilchenbeschleuniger entdecken möchte, die ihm etwas über die Ursprünge des Universums erzählt. Auch ist er ein wenig arrogant, denn er weiß nun mal, dass er gut in seinem Fach ist, aber auch liebevoll gegenüber seiner Frau. Wenn er sich für eine Sache begeistern kann oder sich ihr verschreibt, kann er auch andere Dinge um sich herum ignorieren.
Beide Charaktere und auch ihre Beziehung gerät während der Grenzen und sie entwickeln sich weiter, während andere Charaktere über sich hinaus wachsen. Ich konnte mich ganz gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.

Das Buch wird durch seinen Schreibstil, seine wissenschaftliche und doch gehobene Sprache definiert. Man setzt sich mit Fragen der Wissenschaft und auch der Religion auseinander, ebenso mit dem Konflikt, der durch die unterschiedlichen Meinungen entsteht. Man merkt, wie intensiv sich die Autorin mit den Thematiken auseinandergesetzt hat und wie sie mit Jarek und Lenoard zwei Charaktere geschaffen hat, die genau das verkörpern, aber eben auch mehr. Aber genau dieser Schreibstil lässt mich das Buch manchmal nicht so einfach fassen und es macht es auch etwas anstrengend zu lesen, weshalb es mich auch nicht so fesseln und mitreißen konnte wie erhofft. Der rote Faden ist auch nur irgendwie lose erkennbar. Die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln sind nicht immer gelungen, da es zeitweise wie eine Aneinanderreihung verschiedener Szenen wirkt, zu denen es zwar eine Verbindung gibt, aber auch irgendwie zu Lasten der Charaktere geht.
Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen innerhalb der Geschichte.

Ein gelungener Roman, der sich durch seinen außergewöhnlichen, gehobenen Schreibstil und einer eher losen Verknüpfung der Szenen auszeichnet. Und genau deshalb konnte das Buch mich nicht so überzeugen, weil man das Gefühl bekommen hat, dass die Autorin mehr als nur einen einfachen Roman schaffen will. Daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich der Autorin und dem Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch leider nur ganz gut gefallen. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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