Samstag, 4. November 2017

Der siebte Sohn - Julia Maar [Rezension]



Rezension – Der siebte Sohn – Julia Maar (Märchenspinnerei 9)




Titel: Der siebte Sohn
Originaltitel: Der siebte Sohn
Autor: Julia Maar
Verlag: Self-Publishing
Genre: Fantasy, Drama, Romance
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 150 Seiten
Preis: 2,99€
ASIN: B076N3WMMY




„Pass ja gut auf dich auf, mein Junge“, sagte seine Mutter mit Tränen in den Augen. Robin schüttelte den Kopf.

Neid zwischen Geschwistern
Eine magische Verwandlung
Ein gefundener Schuh
Robin kann sein Glück kaum fassen. Der junge Schmiedegeselle darf seine königlichen Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe zu einem wichtigen Turnier begleiten. Statt jedoch Ruhm und Ehre zu erlangen, bekommt Robin nur Hohn und Spott zu spüren. Dante, den er sein Leben lang verehrte, stellt sich nicht als der Mann heraus, für den Robin ihn immer hielt, und Alexander zeigt sich von einer noch übleren Seite. Als er das Dienstmädchen Vivienne bedrängt, muss Robin sich entscheiden: Zieht er vor seinen Halbbrüdern den Kopf ein oder handelt er wie ein echter Ritter und verspielt damit die Chance, jemals einer zu werden?
„Aschenputtel“ mal anders. In „Der siebte Sohn“ von Julia Maar ist es ein königlicher Bastard von niederer Stellung, der mehr Ehre und Anstand beweist als so mancher Prinz. Dabei zeigt sie, dass man trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festhalten kann.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Robin.
Robin ist der siebte Sohn des Königs, ein königlicher Bastard, und ein Dorn im Auge der Königin und deren Kinder. Ihr gemeinsamer Vater sucht nämlich immer noch die Nähe von Robins Mutter, auch wenn dieser beinahe erwachsen ist. Robin ist weichherzig, tierfreundlich und engagiert. Er scheut aber auch Konflikte und zurückhaltend. Sein großer Traum ist es ein Ritter zu werden und nicht nur als Schmiedegeselle zu arbeiten.
Im Laufe der Geschichte gerät er an seine Grenzen, wächst über sich hinaus und entwickelt sich weiter. Ich konnte mich wirklich gut in ihn hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.

Die Geschichte ist eine Märchenadaption von Aschenputtel, was recht nah am Originalmärchen ist, aber doch etwas Eigenes ist. Die Rollen sind umgekehrt. Die Träume sind Andere. Und doch geht es auch um Liebe und Moral. Das war interessant, auch wenn die Geschichte dadurch sehr vorhersehbar war. Daher gibt es kaum überraschende Wendungen und Entwicklungen. Das Buch konnte mich aber dennoch von Beginn an fesseln und mitreißen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.

Eine gelungene, andersartige Aschenputtel-Adaption, die leider zu vorhersehbar war, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich der Autorin für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch gut gefallen, hätte mir aber gewünscht, dass es noch mehr etwas Eigenes ist. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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